Südtirol Blog

Weil es hier so schön ist

Locherer-Bildstöckl 5Über eine gute Bekannte hatte meine Freundin die Möglichkeit bekommen, an einer Geh-Yoga-Wanderung teilzunehmen. Dabei konnte sie es einrichten, dass ich ebenfalls mit durfte. Es ging durch den Montiggler Wald und wurde vom Zentrum Tau organisiert.

Für mich etwas ganz neues, aber wieder mal war es Maria, die es entdeckt hat: Breathwalking. Oder auch Geh-Yoga. Dabei wird ganz besondere Aufmerksamkeit auf das Atmen während des Gehens gelegt. Bewusstes Atmen und Gehen, kombiniert mit Aufmerksamkeitsübungen. Das Ziel ist dabei, Stress besser abzubauen, mehr Vitalität zu bekommen und negative Energien in positive umzuwandeln. Dabei bekommt man klarere Gedanken.

Und so sind wir mitten in der Woche morgens ganz früh schon nach Eppan gefahren, südlich von Bozen, knapp eine halbe Stunde von mir bzw. uns entfernt.
Vorteile dieser Art zu ‚Laufen‘ sind zum Beispiel, dass der Energielevel erhöht wird. Finde ich logisch, denn durch das richtige und bewusste Atmen wird mehr Sauerstoff ins Blut geführt, was dann den Energiepegel erheblich steigert.
Stimmungsschwankungen werden ausgeglichen, man kann sogar Depression damit verbessern.
Dabei soll auch der Gedankengang positiv beeinflusst werden. Man kann klarer Denken, besser Entscheidungen treffen, und sich auch konzentrieren.
Und natürlich, da diese Breath-walks in der Natur stattfinden, harmonisiert man auch besser mit ihr.
So haben wir also zu früher Stunde schon die Natur entdeckt .. und dabei richtig atmen gelernt. Begonnen hat alles mit einem ‚Aufwachen‘, so dass Müdigkeit und Nachtschwere verschwanden. Für uns eigentlich nicht nötig, wir waren ja schon lange auf.
Dann wird sehr viel auf die richtige Haltung geachtet. Nicht zusammengesunken, sondern aufrecht, dass der Sauerstoff gut durch den Körper fließen kann. Dabei können unsere Gedanken aber ruhig abschweifen, es soll keine verkrampfte Haltung werden.
Die dritte Phase geht dann in den Einklang zwischen Gehbewegung und Atmen. Hier kann man ein- und ausatmen in der gleichen Länge, beides auch unterschiedlich lang, rhythmisch oder weniger. Was es alles für Atemtechniken gibt…
Zum Schluss gibt es dann noch ein paar Dehnübungen, wir haben uns etwas auf die Umgebung konzentriert und haben unseren Körper ‚herunter gefahren‘. Wir konnten danach noch ein wenig in uns kehren, dabei aber auch langsam ein paar Schritte herumgehen.

Alles in allem war es eine ganz interessante ‚Wanderung‘. Es erinnert mich sehr an Nordic Walking, da man es auch mit den Stöckern macht, geht aber auch ohne. Entspannend, nicht zu anstrengend, sehr konzentriert auf sich selbst und auch sehr relaxing. Hat mir sehr gut gefallen. Ich könnte mir vorstellen, mich in so einen ‚Kurs‘ einzuschreiben. Mal sehen, ob ich das in Meran auch finde…

Fotos: von Mai-Sachme (Eigenes Werk) [CC0], via Wikimedia Commons

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