Südtirol Blog

Weil es hier so schön ist

Von Ulfas auf die Matatzspitze

Ulfas_i.PNeulich traf ich Maria in der Stadt. Wir sind einen Caffé trinken gegangen und dabei hat sie mich gefragt, ob ich an einem schönen, sonnigen Tag Lust hätte, mit ihr und Walter auf die Matatzspitze zu steigen. Nicht sehr hoch, aber immerhin mehr als 600 Höhenmeter zu erklimmen. Ja, gerne, ich wusste, dass man von dort einen wunderbaren Ausblick auf das ganze Passeierertal hat und ich konnte da bestimmt schöne Fotos schießen.

Dieser sonnige, schöne Tag war dann gleich am nächsten Tag und Maria rief mich früh an, ob ich spontan mit wollte. Vollkommen unvorbereitet griff ich nach meiner Kamera, zog Wanderschuhe an, nahm meine Windjacke und schon standen sie vor der Tür und holten mich ab.

Wir fuhren bis nach Moos in Passeier und parkten dort beim Bergweiler Ulfas.

Bis zur unteren Ulfaser Alm war der Forstweg wirklich wunderbar leicht entlang zu spazieren. Doch dann ging es richtig bergauf. Nicht wirklich anstrengend eigentlich, zahlreiche Stufen führen hier durch Wald- und Heidelandschaft. Und genau hier merkte ich dann, dass meine Kamera keine Batterie mehr hatte. Ein wenig habe ich mich geärgert, dann aber wieder auf die herrliche Landschaft konzentriert und mir geschworen: ich gehe das noch mal im Herbst entlang. Mit voller Kamera-Batterie!

Wir erreichten den östlichen Kamm der Texelgruppe und konnten schon das Ende unserer Tour erahnen. Kaum 200 Höhenmeter später standen wir dann vor einem überwältigendem Panorama. Für einen kurzen Moment dachte ich etwas verärgert an meine leere Kamerabatterie, aber dann genoss ich die Sonne, den leichten Wind und vor allem die unglaubliche Aussicht: die Zillertaler Alpen, die Stubaier Alpen, die Ötztaler Alpen, die Sarntaler Alpen, die Trentiner Berge, die Brentler und die Ortler Gruppe. Sagenhaft! Auch der Blick hinab ins Tal gab mir ein unglaubliches Gefühl. Man fühlt sich so klein und unbedeutend in dieser Größe und gleichzeitig so sagenhaft großartig. Wir waren überwältigt und blieben eine ganze Weil staunend stehen.

Zurück ging es den selben Weg. Man kann eine Variation gehen, nämlich über die Schartalalm.

Kurz bevor wir am Auto ankamen, kehrten wir noch in der Ulfaser Alm ein, um einen Cappuccino zu trinken, bevor es dann wieder nach Hause ging.

Die Matatzspitze ist vielleicht nicht genau der Gipfel, der von erfahrenen Bergkletterern gewählt wird, aber mir reichte es schon vollkommen. Fast 700 m Höhenunterschied, nicht ganz 10 Kilometer Wegstrecke (beide Richtungen zusammen), gut fünf Stunden unterwegs… und bei der Rückfahrt im Auto lautes Grummeln vom Magen => Hunger. Alles in allem aber eine wunderbare Wanderung, auch spontan wegen des schönen Wetters und vor allem so eine fantastische Aussicht vom Gipfel. Leider ohne Kamera bzw. Batterie.

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