Südtirol Blog

Weil Südtirol zu schön ist, um nicht beschrieben zu werden

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Bereits vor 2.000 Jahren nutzten die Römer den Vinschgau als Durchzugsweg: Die Via Claudia Augusta war die einzige Kaiserliche Staatsstraße über die Alpen. Sie reichte von Altinum in der Nähe des heutigen Venedigs über den Reschen- und Fernpass bis nach Bayern. Heute bevölkern Radfahrer den rund 60 Kilometer langen gleichnamigen Vinschgau-Radweg.

Der berüchtigte „Vinschgerwind“ gibt dieser Gegend dabei eine einzigartige Note: „Schiefe“ Bäume, grüne Hügel und Berge säumen die Straße hinauf bis zum Reschenpass. Die Einheimische sprechen gerne von Ober- und Unterwind, je nachdem aus welcher Richtung die Brise gerade weht. Für weniger Sportliche bietet heute die neue Vinschgerbahn die bequeme Variante, die kulturellen Highlights des Tales zu erleben. Und von diesen hat das Vinschgau reichlich: Der Landstrich ist reich an romanischen Kirchen, an alten rätischen Ortsnamen und mittelalterlicher Kultur. Vom Turm im Reschensee über Kloster Marienberg in Burgeis, ziehen sich kulturelle Stätten durch das ganze Tal. Am Städtchen Glurns mit seinen historischen Stadtmauern Zeit vorbei, weiter an Schloss Churburg in Schluderns und talwärts durch das Marmordorf Laas, bekannt für den weißesten Marmor Europas hinab bis zu Reinhold Messners Schloss Juval. Die Sehenswürdigkeiten sprechen für sich und machen den Vinschgau zu einem begehrten Urlaubsziel.

Der Tourismus blüht, davon zeugen auch die zahlreichen erstklassigen Wellnesshotels im Vinschgau, die Feriengäste mit ihren Verwöhnoasen locken. Oder vielleicht schließen die Wellnesshotels auch nur an das Erbe der alten Römer an, die bekanntlich schon vor 2.000 Jahren in ihren Thermen Wellness vom Feinsten genossen.