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Weil es hier so schön ist

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Eigentlich ist es gar nicht die Zeit der Hexen, aber trotzdem begegnen sie mir in letzter Zeit immer wieder. Ob als Hexe, die mich auslacht, sobald ich etwas laut herunterfallen lasse oder aber mir ein ‚Angebot‘ eines bequemen Hexenbesens gemacht wird – sie scheint irgendwo zur Zeit recht präsent zu sein. Deswegen habe ich auch eine mythische Wanderung unternommen: die Sagenwanderung am Salten.

Für diese Wanderung habe ich eine Freundin mit ihrem Sohn als Begleitung. Die Wanderung ist interessant für Kinder und der Weg nicht zu weit und vor allem auch nicht anstrengend. Zuerst war der Alex ein wenig mürrisch, weil er meinte, aus dem Märchenalter sei er heraus, aber dann fand er die Wanderung doch sehr interessant.
Los geht es am Parkplatz Salten bei Jenesien, nördlich von Bozen. Von hier geht es hinauf auf das Hochplateau Salten. Hier befindet sich ein Reiterhof, an den wir auf dem Rückweg gerne noch einmal Halt machen. So versprechen wir es dem Jungen.
Ein weiß-rot markierter Weg führt durch ein Wäldchen und vorbei an Wiesen. Die schönen Haflinger Pferde begeistern uns alle gleichermaßen.
Gerade als ich zu meiner Freundin sage, wo denn die Sagen bleiben, eröffnen sie sich uns. Auf der Saltner Höhe gehen wir jetzt entlang der 12 Sagen. Sie sind alle dreisprachig geschrieben. Und faszinieren uns alle drei so sehr, dass wir sie ganz genau lesen. Jeder von uns liest sie abwechselnd laut vor. Und so erfahren wir, dass das Schloss Greifenstein auch Sauschloss genannt wird, dass es hier eine versunkene Stadt gibt, was es mit Tille, der Meerjungfrau auf sich hat oder – und hier kommt sie wieder! – wer die Butterhexe von Afing ist. (mehr …)