Südtirol Blog

Weil es hier so schön ist

512px-Brixen_Milland_Maria_am_Sand_(14283)Dieses Mal ging unsere Tour – Maria war wieder dabei – wieder etwas weiter weg. Wir haben die Umgebung von Brixen erkundet und sind von Milland über Klerant bis nach Albeins gelaufen.

Maria rief an „Ich brauche deinen Rat, wie wäre es auf einer Wanderung bei Brixen?“ Für einen Rat hätte wahrscheinlich auch der Cappuccino im Café um die Ecke gereicht, aber offensichtlich lag mehr an dem Ganzen. Also sind wir am Wochenende nach Brixen gefahren. Genauer: nach Milland bei Brixen.

Milland ist eigentlich eine Fraktion der Stadt und liegt auf dem Weg nach St. Andrä. Interessanterweise hat der Ort eine alte Geschichte. Denn hier wurden Schalensteine aus vorchristlicher Zeit entdeckt. Ursprünglich war das Gebiet jedoch Sumpfgebiet. Älter als Brixen selber, ist der Ort im letzten Jahrhundert jedoch mit der Stadt ‚zusammengewachsen‘.

Gut 12 km wollten wir laufen, dabei nicht mehr als 360 Höhenmeter überwinden und in ev. 4 Stunden zurück sein. Das sollte reichen, um Maria einen ausführlichen Rat zu geben.

In Milland sind wir auf dem Kirchweg mit der Markierung 7-8 zunächst bis zur Wallfahrtskirche Maria am Sand gegangen. Sie wurde auf der ersten Kirche des Ortes erbaut, um ca. 1300. Im darauf folgenden Jahrhundert wurde sie erweitert. Während der Pest begannen die Gläubigen sie als Wallfahrtskirche zu sehen und bald sagte man über sie: ‚Maria am Sand ist die Stärkste im ganzen Land‘. Sagt mir die Broschüre, die ich fand.

Hier biegen wir bei den Häusern am Trametschbach (Milland liegt an diesem Bach und der Eisack) rechts ab hinauf zum Raffinoler. Währenddessen erzählt mir Maria von ihrem Problem (was ich hier nicht weiter erläutern möchte) und ich höre ihr zu. Wir begegnen so gut wie niemandem und das ist gut so, denn Maria ist emotional sehr aufgewühlt.

Am Riffinoler biegen wir wieder rechts ab und folgen der Markierung 8 bis nach Klerant. Der Weiler gehört schon zu St. Andrä und wir befinden uns oberhalb von Brixen und unterhalb des Berges Plose.
Wir machen einen kurzen Halt und genießen schweigend die schöne Umgebung bevor wir auf den Weg Nr. 12 abbiegen. Hier sind wir dann auf der Höfestrasse gen Süden. Am verfallenen Hof Platzlung setzen wir uns an den Wegrand und diskutieren noch ein wenig über das Problem. Maria entspannt sich zusehends und besserer Dinge können wir unseren Weg fortsetzen.

In Albeins angekommen setzen wir uns in ein Café und trinken einen Cappuccino. Meiner Freundin geht es inzwischen wieder besser und sie sieht gleich mehrere Lösungen für ihr Problem.

Danach machen wir uns wieder zurück nach Brixen, jedoch über den Weg Nr. 9 zum Eisackdamm und dann Richtung der Stadt.

Nicht ganz fünf Stunden sind wir unterwegs gewesen, bedingt durch unsere Zwischenstopps. Die Tour ist wunderschön und man könnte sie jederzeit wieder machen, dann vielleicht wieder mit Marias Mann und ihrem Sohn.. und ohne Probleme!
800px-Brixen-Klerant-Widmannhof

Brixen_Albeins_Pfarrkirche_St._Hermagoras_und_Fortunat_(14105)
Fotos: By Oliver Abels (SBT) (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons, by Leitzsche (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons, by Oliver Abels (SBT) (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

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