Südtirol Blog

Weil es hier so schön ist

Als ich mal wieder im totalen Stress war, habe ich mich kurzerhand am Wochenende entschieden, eine kurze Wanderung zu machen. Nicht zu lang, aber gerade so, dass ich mich entschleunige und wieder erde. Wohin sollte es also gehen? Ich habe mich für eine kurze Wanderung zur Fanesalm in St. Vigil in Enneberg entschieden.

Wieder einmal bin ich in einen Naturpark gefahren, um zu wandern. Es sollte nicht so anstrengend sein, da ich wenig Zeit hatte und auch nicht wirklich groß auf Anstrengung aus war. Die Fanesalm in St. Vigil in Enneberg ist von Pederü in knapp 2 Stunden erreichbar. Es sollten nur 600 Höhenmeterunterschied sein auf etwas mehr als 5 Kilometern. Dann also auf!

Nachts ist es hier richtig kalt, das sieht man an dem harschigen Schnee. Die -15°C steigen allerdings bei sonnigem Tage dann leicht über den Gefrierpunkt und dann wird das Wandern richtig perfekt.

Die Hütte ist schon etwas älter, sie wurde um 1928 erbaut. Man kann hier speisen, aber auch nächtigen. Für Wanderer und Bergsteiger ein wunderbares Ziel mit einmaligem Panorama. Rein theoretisch kann man mit autorisiertem Fahrzeug bis zur Hütte fahren, die Schotterstraße ist allerdings ideal für Mountainbiker. Ich als Fußgänger nehme einen parallel laufenden Weg.

Ich fahre nach Pederü zur Schutzhütte und lasse dort mein Auto. Von hier aus mache ich mich nun zu Fuß auf gen oben. Durch den Schnee sieht man es nicht so genau, aber es geht eigentlich stufenweise hoch. 600 m sind auch nicht wirklich viel, aber irgendwie kommen sie mir heute anstrengend vor.

Ich biege also auf den Weg Nr. 7 ein. Es geht stetig aufwärts, in leichten Serpentinen, ich mache ab und zu eine Pause und genieße die Schneelandschaft um mich.
Ich halte kurz beim Wegkreuz. an. Interessant sind die Steinchen, die von diversen Wanderern auf dem Kreuz deponiert wurden. Dadurch sieht es fast aus, als würde es zugemauert werden wollen.

Die Alm selber liegt auf freiem Feld. Viel Wald gibt es hier nicht gerade, aber die Aussicht ist einfach wundervoll. Im Sommer gibt es einen grün schimmernden kleinen See, den ich jetzt nicht so entdecken kann.

Rechts sehe ich das sogenannte Parlament der Murmeltiere. Bestimmt, weil die Felsformationen an ein Amphitheater erinnern.

Rein theoretisch könnte ich jetzt noch weiter zur Gran Fanes Alm gehen, ich lasse das aber für einen weiteren Aufstieg und gehe stattdessen den selben Weg zurück.

Ich finde meinen Weg auf die Schotterstraße, die im Sommer zur Versorgung der Hütte dient, und gehe auf dieser dann wieder zurück nach Pederü.

Die Wanderung lohnt sich in allen Jahreszeiten. Im Winter sind es vor allem die weiten, unberührten Schneefelder, die einen faszinieren. Jedenfalls mich. Im Sommer eher die grüne Landschaft. Ich bin wieder total erfrischt und spaziere zurück. Trotz allem bin ich den ganzen Mittag bis in den Nachmittag unterwegs. Aber mein Kopf ist wieder frisch und klar und bereit für alle (Un)Taten des Tages. Genau das suchte ich…

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