Südtirol Blog

Weil es hier so schön ist

Leiferer Höhenweg

800px-11-HaselburgVor kurzer Zeit habe ich mir ein neues Objektiv für meine Kamera gekauft. Eigentlich wollte ich das schon lange, aber entschlossen habe ich mich doch erst jetzt. Es handelt sich um ein Teleobjektiv. Zuhause kann man da wenig mit probieren und am besten geht man raus in die Natur, um weite Ziele ganz nah heranzuholen. Also habe ich mich für eine Wanderung entschieden.

Diesmal ging es auf eine etwas ausgiebigere Tour, die ich auch alleine machen wollte. Schließlich wollte ich ja meine Kamera mit dem neuen Teleobjektiv ausprobieren. Und da will ich Freunden nicht zumuten müssen, alle paar Meter stehen zu bleiben und auf mich zu warten.
Die Wanderung geht über den Leiferer Höhenweg. Ziemlich lang, man sollte 6 Stunden einplanen, ich habe eine mehr gebraucht. Dabei werden ganze 1.060 Höhenmeter überwunden und die ganze Strecke hat unglaubliche 18 Kilometer. Aber ich bin ja inzwischen ganz gut im Training und habe sie gut geschafft. Allerdings war ich danach auch erst einmal zu keinem weiteren Schritt zu bewegen!
Meine Wanderung begann in Leifers am Rathaus, das alleine schon sehenswert ist. Hier bin ich zunächst ins Brantental gewandert. Ein etwas anstrengender Teil, muss ich sagen. Aber die Obstbäume in Blüte und die Rebenlandschaft machen vieles wett.
Beim Gasthof Mühle im Tal bin ich dann über einen alten Waldweg zum Schwabhof gelaufen. Hier hatte ich schon viel Gelegenheit meine Kamera zu zücken und das tolle Teleobjektiv zu probieren.
Danach ging es dann einem Klettersteig ähnlich an steilen Felswänden vorbei. Am Aussichtspunkt habe ich dann wieder meine Kamera in Einsatz gebracht, denn der Blick auf Leifers und und das Südtiroler Unterland ist atemberaubend!
Etwas weiter kam ich dann zu den Steiner800px-Laives_dall'argine_dell'Adigehöfen, die auch eine kleine Kapelle aufweisen.
Durch einen Mischwald und dann über eine Holzbrücke geht es zwischen dem Schmalberg und Breitenberg. Anstrengend wurde dann der Aufstieg zu den Kastanienwiesen von Seit. Danach war ich echt geschafft und musste mich erst einmal ausruhen. Der Rechtebnerhof kam mir da sehr gelegen. Hier habe ich was gegessen und vor allem den Durst gelöscht. Übrigens: haben Sie schon einmal Rote Beete Knödel probiert? Was es doch leckeres hier gibt…
Der letzte Teil geht dann durch einen Wald und auf einem alten Karrenweg. Ich stellte mir hier die Pferde vor, die Karren hochziehen mussten bzw. auch herunter fahren. Es muss für die Tiere die reine Hölle gewesen sein. – Hier zücke ich aber noch mal meine Kamera und setze das Teleobjektiv ein. Der Blick auf Bozen und Eppan ist einfach irre!
Die Haselburg, die ich auf dem Weg passierte, habe ich mir kurz angesehen. Als ich endlich über die Claudia-Augusta-Straße ging, war das allerdings eher ein schleichen. Und ich war mehr als froh, dass hier im Bozner Stadtviertel Oberau auch einen Bus nach Leifers zurück bekam.

In Leifers habe ich mich nur noch in mein Auto gesetzt und bin nach Hause. Ich war fix und alle. Ein heißes Bad hat dann die totale Entspannung gebracht und am Abend habe ich es nicht einmal mehr geschafft, mir meine Fotoausbeute anzusehen. Doch ist der Leiferer Höhenweg mehr als empfehlenswert und bei schönem Wetter wirklich ein Erlebnis!
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