Südtirol Blog

Weil es hier so schön ist

Nach längerer Zeit hatte ich mal wieder Lust, alleine die Natur zu genießen, wollte aber auch nichts anstrengendes. Also habe ich mich mal für die Königswarte entschieden. Die hat einen tollen Panoramablick und die Wanderung dort hin ist leicht, sogar für Familien geeignet.

Ich bin mit dem Auto bis nach Bozen und über Blumau hoch nach Seis gefahren. Hier habe ich meinen ‚Schlitten‘ abgestellt und bin zu Fuß los, direkt von Seis am Schlern.
Man nimmt zuerst die Straße nach Kastelruth nordwärts bis man zu den Wegweisern linker Hand kommt, die einen die Laranzer Runde anzeigen. Laut gefundener Angaben im Internet lagen jetzt gut 3 Stunden leichte Wanderung vor mir, mit gut 230 Höhenmeter Unterschied und etwas mehr als 8 Km Entfernung. Das ist nicht viel und ideal, um meine Gedanken zu ordnen und die Sonne zu genießen

An diesen Wegweisern nehme ich die kleine Straße mit der Bezeichnung M5/5A. Leicht ansteigend geht es jetzt westwärts, Sonne von links oben, da es Mittag ist, bis zu einer Wiese. Hier habe ich die Möglichkeit das Panorama von einer Bank zu bewundern. Es ist wirklich schön und friedvoll.

Durch Wiesen geht es weiter immer Richtung Laranzhof. Ich folge immer noch der M5 Beschilderung und somit der großen Laranzer Runde. Schon nach einem relativ kurzem Aufstieg (leicht) komme ich an die Aussichtsstelle der Königswarte. Kaum aus dem Wald getreten entfaltet sich ein wunderbares Panorama vor mir. Ich bin etwas mehr als eine Stunde bis hier gelaufen und stehe auf gut 1.150 Metern über dem Meeresspiegel.

Ich verweile ein wenig hier, genieße die Einsamkeit, denn außer mir ist hier niemand. Im Sommer ist hier bestimmt reges Treiben, auch mit Kindern. Ich wollte Ruhe, die Sonne genießen und ein wenig nachdenken. Es gelingt mir!

Der Rückweg geht jetzt leicht. Ich folge wieder dem M5-Weg, der manchmal ganz eben, manchmal leicht hügelig Richtung Lanzinhöfe geht. Wieder Wald, der mit seiner weichen Stille mich total umhüllt mit friedlichen Gefühlen. Hier und da Vogelgezwitscher, eine ganz leichte Brise… ich fühle mich geerdet.

Auf der kleinen Zufahrtsstraße gehe ich ostwärts – Dank Sonnenstand immer leicht zu ermitteln – zum Telfensattel. Hier ist auch der Straßenübergang von Kastelruth nach Seis. Von hier aus gehe ich dem Straßenverlauf folgend wieder nach Seis. Nach ca. nochmaligen eineinhalb Stunden bin ich dann wieder an meinem Auto.

Da es genau die richtige Zeit ist, fahre ich in die Innenstadt von Bozen, esse eine Kleinigkeit und gehe noch ein wenig Weihnachtsshoppen.

Nach der kleinen, alleinigen Wanderung durch die schöne Landschaft und dem anschließenden Bummeln, habe ich meine innere Ruhe wiedergefunden und habe den ganzen Stress der letzten Wochen wieder abgebaut.

Auf dem ältesten Weg zwischen Eisacktal und Grödental – der Troi Paian arrow-right
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