Südtirol Blog

Weil es hier so schön ist

Wieder einmal bin ich auf der Seiser Alm unterwegs. Und diesmal bilde ich mich geologisch weiter: auf dem Geologensteig.

Es ist eine Wanderung in den frühen Morgenstunden, um der Hitze nicht in die Quere zu kommen. Ein guter Freund von mir und gleichzeitig geologisch super versiert, nimmt mich mit auf eine Reise in die Erdgeschichte. Der Geologensteig befindet sich im Frötschleintal.

Wir starten beim Hotel Bad Ratzes, wo wir unser Auto stehen lassen. Wir überqueren eine Brücke und sind dann in Richtung Prossliner Schwaige unterwegs. Wir kommen an einem Wasserfall vorbei, den ich erst einmal bewundern muss.

Als wir den Frötschbach nochmals überqueren, erreichen wir den Weg Nr. 1a, der Beginn des eigentlichen Geologensteiges. Um auf die Prosslinger Schwaige zu kommen muss man ganz schön bergan gehen. Auch in früher Morgenstunde kein leichtes Unterfangen für mich.

Der Weg geht tiefer ins Tal und wir überqueren nochmals den Bach. Dann kommen wir zu der Schlernbödelehütte, wieder sehr viel bergauf, bevor wir einen Teil Wald durchqueren.
Das letzte Stück befinden wir uns dann wieder auf dem Aufstiegspfad und kommen so wieder am Hotel an.

Auf dem gesamten Weg sind mehr als 10 Stationen, die einen darauf aufmerksam machen, was man Besonderes sieht. Natürlich habe ich meinen Geologenexperten dabei, der mir aber eben genau diese Dinge dann noch etwas genauer erklärt. Dabei sehe ich die unterschiedlichsten Gesteinsschichten, Ablagerungen, Vulkangestein, verschiedenfarbige Sedimentgesteine sowie – und hier habe ich mir das Wort notiert – Richthofenkonglomerate, auch mehrfarbig.

Wir sind gut 5 Stunden unterwegs und kommen pünktlich zur Mittagszeit wieder an unseren Ausgangspunkt. Definitiv braucht man für diese Wanderung eine recht gute Kondition, ein Spaziergang ist es nicht. Am besten, früh morgens oder im Herbst, wenn es eh kühl ist. Geologisch gesehen ist der Weg mehr als interessant und bedarf nicht unbedingt eines Geologen als Mitwanderer. Was ihn und vor allem sein Wissen nicht ausschließen sollte.

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