Südtirol Blog

Weil es hier so schön ist

Die Montiggler Seen sind das ganze Jahr eine Wanderung wert, aber das Frühlingstal ist im Frühling ein ganz besonderes Erlebnis. Nirgends gibt es so eine Blumen- und Farbenvielfalt auf einmal zu sehen. Und das wollte ich dieses Jahr einfach erleben.

Zusammen mit ein paar Freundinnen bin ich auf eine Blumenwanderung gegangen. Oder auch Frühlingsspaziergang. Das Kalterer Plateau ist bekannt als eines der schönsten Wandergegenden. Der Montiggler Wald wird im Frühjahr zu einem Blumenmeer, in dem Buschwindröschen und Leberblümchen einen weiß-lila Teppich auslegen. Kaum zu übertreffen. Ich bin auch schon im Herbst hier gewesen, wo es einen Indian Summer zu bestaunen gibt und jeder Hobbyfotograf vom Auslöser seiner Kamera gar nicht mehr wegkommt. Dieses Mal jedoch ist es der Frühling, der uns lockte.

Wir, vier Mädels, haben uns an einem sonnigen Spätvormittag nach Kaltern aufgemacht. Hier sollte unsere Wanderung beginnen.

Auf dem Mazzonerweg Nr. 5 war unser erster Weg, der uns zunächst an den Pichler Weiler brachte. Wir sind dabei noch nicht ganz in Montiggl. Wir biegen auf den Parkplatz zum See ein und gehen direkt zum Großen Montiggler See. Im Sommer ist dieser Weg besonders schön, denn er geht durch einen Flaumeichenwald.

Die Seen, der große und der kleine Montiggler See, sind natürliche Seen, die in der Steinzeit entstanden sind. Sie werden unterirdisch gespeist und sind nie gefroren. Dadurch haben hier besonders Tiere und Vögel ein ideales Überwinterungsquartier. Außerdem ist er der größte natürliche See Südtirols.

Wir haben den großen See an seiner Spitze verlassen und sind um den kleinen gegangen. Danach gehen wir weiter um den großen, bis wir zur Abbiegung zum Frühlingstal kommen.

Der Weg Nr. 20 bringt uns in kurzer Zeit ins Tal der Blumen. Wir gucken auch immer fleißig nach der Beschilderung, denn entlang des Weges sind auch manche weitere Abzweigungen. Primeln, Märzbecher, Veilchen und Leberblümchen.. die Pracht der Blumen konkurriert unter sich in weiß, gelb und lila. Wir könnten stundenlang Blumen pflücken… nehmen jedoch nicht eine einzige mit. Sie sind so schön, dort wo sie sind.

Am Ende des Tals erreichen wir einen Forstweg, wo wir Richtung Trutschtal einbiegen. Kurz vorm Tal erreichen wir wieder den Seewanderweg und folgen ihm bis nach Kaltern zurück.

Die Tour ist etwas mehr als 13 Kilometer lang und wir brauchen gut dreieinhalb Stunden dafür. Schwierig ist die Wanderung nicht, eher leicht und auch etwas mit Kindern, die gerne durch die Natur laufen. Ein bisschen aufpassen muss man, dass man auch immer die richtige Abzweigung erwischt. Wer mag, findet unterwegs auch genügend Einkehrmöglichkeiten. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass es in Kaltern ein Weinmuseum gibt? Könnte man anschließend machen. Besonders interessant, da die Gegend schon seit Jahrhunderten zum Weinanbau genutzt wird.

Alles in allem haben wir eine wunderschöne Frühlingswanderung gemacht. Eine von uns hatte ihren Fotoapparat mit dabei und hat nicht wenige Fotos gemacht. Und sich dabei auch so manches Mal in sehr interessante Posen gestellt. Bin gespannt auf die Fotos!

Spaziergang auf der Oswaldpromenade in Bozen arrow-right
Next post

arrow-left Untergetaucht im Alpinpool Meransen
Previous post

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.