Südtirol Blog

Weil es hier so schön ist

langkofelDa ich zur Zeit nicht so viel zum Wandern komme, möchte ich euch von einer Wanderung erzählen, die ich im Frühjahr gemacht habe und die mich schwer begeistert hat. Ich bin entlang des Langkofels gegangen.

Die Wanderung ist nicht ohne: sie hat gut fünf Stunden gedauert, trotz dass sie nur 200 m Höhenunterschied hat, und wird als mittelschwer empfunden. Für mich inzwischen geübte Wanderin natürlich gut zu bewältigen. Wegen der Länge würde ich sie allerdings nicht unbedingt mit kleinen Kindern empfehlen.
Los ging meine Wanderung, die ich mal wieder mit meinem befreundeten Ehepaar Maria und Walter (und dieses Mal ohne ihren Sohn Alex) machte, in St. Christina. Hier haben wir den Sessellift zum bzw. nach Monte Pana genommen. Die Hochwiese, die wir hier überquert haben, war wunderbar und besonders im Frühjahr reizvoll. Wir haben einen weiteren Sessellift benutzt, um zum Mont de Seura zu kommen. Immerhin waren wir hier schon auf über 2.000 m Höhe.

Auf dem Weg 526 sind wir dann wunderbar über Almwiesen, mal hoch, mal runter gegangen, Bei der Comici-Hütte haben wir eine kurze Pause gemacht. Die Aussicht, die Luft, die Schönheit der Berge trifft mich immer wieder und es kommt mir jedes Mal so vor, als würde ich das erste Mal hier wandern gehen. Ich glaube, so geht es den meisten, deswegen kehren sie auch immer wieder in die Berge zurück.
Von hier aus ging es dann auf dem selbigen Weg zur steinernen Stadt. Hier ist ein Bergsturzgebiet, gleich unterhalb der Nordostwand des Langkofels. Diese haben wir durchquert und sind dann zum Sellajochhaus gekommen. Auf dem Weg 657 sind wir immer abwärts über die Wiesen und Grashänge der Sella-Alm gewandert bis wir nach Plan de Gralba gelangt sind. Gut 400 m sind wir nach unten gegangen.
Rein theoretisch hätte man von hier ganz bequem auch wieder nach St. Christina gehen können, da es nur wenige Kilometer sind, doch Maria streikte und wollte den Bus nehmen. Genau das haben wir dann auch gemacht.

Eine wirklich ausgiebige Wanderung, nur zu empfehlen, wenn das Wetter bombastisch toll ist, nicht zu heiß, nicht zu kalt, Sonne und natürlich an einem Tag, wo man sich so richtig fit fühlt. Traf alles auf uns zu. Diese Wanderung werde ich bestimmt im Spätfrühjahr mit Freunden aus Norddeutschland machen, die ja wegen der fantastischen Bergwelt hier her kommen und richtige Wanderfreaks sind. Und ich weiß, sie waren dort noch nie.

Rifugio_Emilio_Comici

Fotos: By Roberto Ferrari (originally posted to Flickr as Sassolungo) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons
von Bbruno (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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