Südtirol Blog

Weil es hier so schön ist

Urrebe_MargreidDie Sonne scheint und es zieht mich magisch nach draußen. Noch ist nicht wirklich Frühling, aber es fühlt sich schon fast so an. Heute geht es einmal Richtung Kurtatsch, im südlichen Südtirol. Um genauer zu sein, nach Entiklar.

Entiklar ist eigentlich nur eine Fraktion von Kurtatsch, wo auch der Weinlehrpfad des Ortes endet. Übrigens sehr zu empfehlen, habe ich schon mit Freunden gemacht.
Zusammen mit einem befreundeten Ehepaar und ihrem 10-jährigen Sohn starte ich beim Schloss Turmhof bzw. der Kellerei Tiefenbrunner. Hier kann man das Auto super stehen lassen.
Der Weg beginnt mit einem recht steilen Teil, was aber am Anfang ideal ist, da man ja noch Elan und Energie hat. Der Kofelweg geht über den Köfel hinauf nach Penon (eine weitere Fraktion hier). Der Ansitz Voldersberg beim Hof Penon liegt ganze 220 Meter höher und wir Erwachsenen kommen leicht ins Schnaufen. Alex, der Sohn, sprintet los, sieht hier und da etwas am Wegrand und merkt gar nicht, dass der Weg anstrengend ist. Kind müsste man wieder sein…
Von hier hat man wunderbare Blicke auf Kurtatsch selber und auf Margreid, sogar bis Montan und Neumarkt können wir sehen. Penon hingegen scheint von mehr Weinreben bewohnt zu sein als von Menschen. Beim Hindurchgehen des Ortsteils fällt mir auf, es gibt einen Lebensmittelladen. Na, das reicht ja auch, wenn es dort alles wichtige gibt. Lokale gibt es interessanterweise gleich mehrere, dass wir Erwachsenen eine Diskussion anfangen, ob die Einwohner der wenigen Häuser zuhause gar nicht kochen, sondern sich bekochen lassen? Warum eigentlich nicht… wie eine große Familie.
Unser Weg geht auf der anderen Seite von Penon wieder nach unten. Und so schlendern wir bis nach Margreid über den Margreidner Leitnweg. Dabei kommen wir durch ein kleines Biotop und den Buschwald Leitn. Dem Alex gefällt das hier besonders, weil er viel entdecken kann in der Natur.
Durch das Dorf Margreid kommen wir an den Ansitz Löwengang von Alois Lageder, dem bekannten Weinhersteller. Hier entdecken wir eine alte, knorrige Rebe und daneben ein Schild, dass uns erklärt, dass der Rebstock bereits 1601 gesetzt wurde. Über 400 Jahre steht diese Rebe und bringt heute noch Früchte. Kaum zu glauben! Sie gilt als Symbol des immer wiederkehrenden Lebens. Wir sind beeindruckt und haben neuen Diskussionsstoff.
Noch heiß debattierend über ein langes Leben gelangen wir auch schon zur nächsten ‚Sensation‘. Der Regenstein besteht aus Tuff und Sinter und er ‚tropft‘ stetig. Daher der Name. Um den Fels ranken viele Sagen und Geschichten.
Eine von diesen Geschichten handelt von einer Prinzessin, die verwunschen wurde und wer sie befreit bekommt sie und den Schatz. Welche Sage ist nicht irgendwie mit Verwunschen, Befreiung und Schatz erhalten verbunden? Wir diskutieren aufs Neue, Alex bestimmt währenddessen Pflanzen und Tiere, untersucht Steine und langweilt sich keinen Moment.
Als wir am Parkplatz beim Schloss Turmhof wieder ankommen, haben wir gar nicht gemerkt, dass wir immerhin mehr als 6 Kilometer gegangen, richtig gut Farbe im Gesicht bekommen haben und eigentlich inzwischen richtig durstig geworden sind.
Wir beschließen, noch einmal bis nach Penon hoch zu wandern und dort in einem der Lokale einen Kaffee zu trinken, Alex mag ein Eis.
So genießen wir noch einmal sitzend die wunderbare Aussicht von hier oben auf Margreid und Kurtatsch und überlegen, wo wir nächstes Wochenende wandern könnten.

800px-Voldersberg_in_Penon_3

800px-Voldersberg_in_Penon_4

Leiferer Höhenweg arrow-right
Next post

arrow-left Mein Besuch im Messner Mountain Museum Ortles
Previous post

  • Wilma Feiler

    4. August 2016 at 11:17 |

    Südtirol bietet wirklich eine wunderschöne Landschaft. Ich verbringe meinen Urlaub gerne dort und habe eine schöne Unterkunft Schenna gefunden, die gut gelegen ist und von der aus man viele Aktivitäten unternehmen kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.