Südtirol Blog

Weil es hier so schön ist

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Schnalser_WaalwegIm Moment bin ich auf Waal-Trip. Ich finde die gerade im Herbst so toll, weil sie mit ihrem leichten Geplätscher zum Rauschen der Blätter eine perfekte Melodie spielen. Und weil sie einfach einmalig sind.
Dieses Mal bin ich am Tscharser Waal entlang gegangen. Er gehört zu den längsten – ganze 11(!) km – und zu den schönsten. Letzteres wollte ich selber mal überprüfen.
Dafür bin ich bis nach Kastelbell gefahren. Auf dem Dorfplatz Köfelgut bin ich dann gestartet. Ein langer Weg lag vor mir, aber kein Höhenunterschied und in gut 2,5 Stunden zu schaffen. Auf geht’s!
Der Weg ist sehr leicht zu begehen, absolut ideal für Anfänger und eventuell etwas größere Kinder, die nicht zu schnell ermüden und ihre Energie hier austoben können. Ich folge dem Wanderweg Nr. 3 durch wunderbare Kastanienhaine. Ja, und ich habe auch welche gesammelt, denn der Herbst ist ja nun nicht mehr zu verleugnen. Und Kastanien sind eine wunderbare Herbstdekoration zuhause.
Der Mischwald ist voller spannender Geräusche, das Licht auf den Hängen ist wunderbar. Ich genieße jeden Schritt und denke im Stillen, das werden doch mehr als 2,5 Stunden. (mehr …)

Rund um den Pragser Wildsee

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Im Sommer sind Wanderungen in den höheren Lagen und dann auch noch an einem Gewässer genau das richtige. Ich habe den Pragser Wildsee ausgewählt, denn er ist die Perle der Dolomiten und bietet einen leichten Rundgang.

Es ist so warm und da habe ich wenig Lust auf anstrengendes. Also muss mal was erfrischenderes her. Und ich fand den Pragser See am Hochpustertal perfekt.
Also rufe ich Maria an und frage sie, ob sie Lust hat, mitzukommen. Klar, auch ihr ist warm und Erfrischung ist das Schlüsselwort.
Ich hole sie ab und wir fahren ins Pragsertal. Hier gibt es Parkplätze (gebührenpflichtig) und wir haben Glück, auch einen zu finden.
Gestartet sind wir am Pragser Wildsee Hotel. Der See mit seiner grünen Farbe lachte uns förmlich einladend entgegen. Einige Ruderboote sind auf dem See. Wahrscheinlich, um den Eingang in die Unterwelt des Fanes zu suchen, der sich auf der Südseite befinden soll, heute aber leider verschüttet ist. (mehr …)

800px-KüheFanes050902Der Wärme wegen ging es diesmal in den Nationalpark Fanes-Sennes-Prags. Eine Wanderung von St. Kassian bis auf den Léch de Limo und traumhaften Panoramablicken.

Da es in dieser Zeit doch sehr warm ist und die Lust auf viel Bewegung nicht so wirklich kommen mag, hatte ich eigentlich auch gar keine Lust zum Wandern. Hey, habe das ganze Jahr Zeit, muss ja nicht gerade in der heissesten sein. Aber Walter, der Mann meiner Freundin Maria, hatte natürlich Recht, als er sagte, in den Bergen ist es viel angenehmer und kühler. Also liess ich mich überreden, in den Nationalpark Fanes-Sennes-Prags mitzufahren und dort eine ‚coole‘ Wanderung zu machen. (mehr …)

Aussichtsplattform_Harderburg,_Blick_über_SalurnEigentlich ist es viel zu warm fürs Wandern. Aber trotzdem haben wir, Maria, ihr Mann und ich, uns auf den Weg gemacht und sind auf einer alten Handelsroute von Salurn zum Sauchpass gegangen.

Dieses Mal haben wir wieder eine etwas größere Wanderung gemacht, wie meist, wenn Marias Angetrauter dabei ist. Er wollte einmal den Dürerweg zum Sauchpass erkunden. Im Mittelalter war dieses ein wichtiger Teil einer Handelsroute.
Der Ausgangspunkt ist Buchholz, der gesamte Weg ganze 11 km lang und eingeplant sind gut 4 Stunden. Wenn wir nicht in der Sauch Hütte einkehren würden…

Wir sind Richtung Süden nach Salurn gefahren, um unsere Wanderung zu machen. Schon recht früh, damit wir nicht in die große Hitze kommen. Hier haben wir unser Auto geparkt (Walter fuhr diesmal) und sind am Ortseingang dann losgelaufen. (mehr …)

512px-Brixen_Milland_Maria_am_Sand_(14283)Dieses Mal ging unsere Tour – Maria war wieder dabei – wieder etwas weiter weg. Wir haben die Umgebung von Brixen erkundet und sind von Milland über Klerant bis nach Albeins gelaufen.

Maria rief an „Ich brauche deinen Rat, wie wäre es auf einer Wanderung bei Brixen?“ Für einen Rat hätte wahrscheinlich auch der Cappuccino im Café um die Ecke gereicht, aber offensichtlich lag mehr an dem Ganzen. Also sind wir am Wochenende nach Brixen gefahren. Genauer: nach Milland bei Brixen.

Milland ist eigentlich eine Fraktion der Stadt und liegt auf dem Weg nach St. Andrä. Interessanterweise hat der Ort eine alte Geschichte. Denn hier wurden Schalensteine aus vorchristlicher Zeit entdeckt. Ursprünglich war das Gebiet jedoch Sumpfgebiet. Älter als Brixen selber, ist der Ort im letzten Jahrhundert jedoch mit der Stadt ‚zusammengewachsen‘.

Gut 12 km wollten wir laufen, dabei nicht mehr als 360 Höhenmeter überwinden und in ev. 4 Stunden zurück sein. Das sollte reichen, um Maria einen ausführlichen Rat zu geben. (mehr …)

Hoch hinauf auf das Pederköpfl ging meine Wanderung dieses Mal. Ein toller Blick in das Martelltal mit den steilen Hängen, auf den Zufritt-Stausee und die Gletscherwelt waren die Belohnung.

Dieses Mal hat mich Maria angerufen. Ich habe sie mit meiner letzten Wanderung wieder ‚infiziert‘ und sie will raus an die frische Luft, in die Natur. Sie schlug mir eine Wanderung im Martelltal vor. Wow, da mussten wir erst einmal ein wenig fahren, um hin zu kommen. Aber kein Problem, ich fahre gerne.
Wir sind am hinteren Martelltal bis zur Einfahrt zur Enzianalm gefahren. Auf dem hiesigen Parkplatz haben wir unser Auto geparkt, unserem Ausgangspunkt also.
Auf der Straße sind wir ein wenig zurück bis zur Einfahrt. Von hier aus folgen wir der Beschilderung über die Forststraße bis zur Pederbrücke. Da es hier schon leicht ansteigend ist, gehen wir langsam und gemütlich. Zeit haben wir genug, die Landschaft will auch genossen werden.

Kurz darauf sehen wir die Beschilderung für den Steig 39, auf den wir abbiegen. Er führt zur Peder-Stieralm und bis zu unserem Endziel. Wir halten immer wieder an, genießen die Stille, den Vogelgesang, die Luft, die Sonne, das Grün, die Wildblumen auf Wiesen und am Wegrand. Es ist ein herrlicher Aufstieg, trotz dass es stetig nach oben geht nicht allzu anstrengend.
Als wir oben ankommen, stehen wir auf fast 2.500 Höhenmetern. Das merkt man: die Luft ist ganz anders. Aber vor allem der Blick von hier oben ist erhaben. Hinab in das Martelltal, die steilen Hänge, die zahlreichen Berggipfel, der Stausee mit seiner intensiven Farbe… wir sind begeistert. Und verweilen eine ganze Weile, um dieses Gefühl in uns aufzusaugen. Weit weg von allem, und doch Teil eines Ganzen… hier kann man es fühlen.
Zurück geht es über den Weg Nr. 33 ins Lyfital. Auch hier liegt wieder eine Alm, zu der wir dann auf dem Weg 10 kommen. Hier machen wir noch einmal ein Päuschen, bevor es dann auf dem Marteller Höhenweg in Richtung Forststraße geht. Und somit wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Wir sind etwas mehr als drei Stunden unterwegs gewesen, haben gut 7 km ‚abgewandert‘ und fanden den Höhenunterschied von knapp 500 m nicht so schlimm. Oder vielleicht werden wir auch einfach nur immer besser im Wandern? Es war jedenfalls eine ganz tolle Wanderung, die sich besonders im Sommer, wenn es im Tal heiß und stickig ist, lohnt. Hier kann man einmal richtig durchatmen und sich wieder befreien.

Apfelblüte1234Die Apfelblüte ist ein absolutes Spektakel im Meraner Land. Und da es jetzt die richtige Zeit ist, habe ich mich auf gemacht und bin den Schenner, bzw. auch Verdinser genannten, Waalweg entlang gegangen.

Nach langer Zeit hatte auch endlich einmal wieder meine Freundin Maria Zeit zu einer etwas leichteren Spaziergang-Wanderung. Sie war im Winter nicht so gut drauf, kränkelte etwas herum und hat dann im Januar angefangen, ihre Ernährung zu überdenken und mit Hilfe eines homöopathischen Arztes umgestellt. Jetzt geht es ihr viel besser, sie hat an Gewicht verloren und an Lebensfreude gewonnen. Sie hält hoffentlich durch und es wird bald wieder alles im perfekten Lot sein.
Eine immer wunderbare Wanderung ist, ganz besonders im Frühjahr, entlang der Waalwege. Diese alten Bewässerungssysteme sind so angelegt, dass sie durch die Anbauflächen gehen und größtenteils auch gut zu ‚belaufen‘ sind. Sie wurden einst – und auch heute noch teils – regelmäßig kontrolliert, dass alles sauber fließt. Wenn sich auch heute die Bewässerungssysteme größtenteils geändert haben.
Ich bin mit Maria rauf nach Schenna gefahren und habe dort mein Auto geparkt. Von hier aus sind wir zwei gemütlich losgegangen. Bei strahlendem Sonnenschein und bester Laune.
Wir folgen der Beschilderung ‚Zum Waal‘ und erfreuen uns an den zahlreichen blühenden Obstbäumen, die auch in den Gärten hier blühen. Wir passieren den Gasthof Moareben und kurz danach den Gasthof Pircher. Danach folgen wir weiter der Beschilderung Richtung Waal und steigen eine längere Steintreppe herunter. Dabei genießen wir nicht nur den Duft der Natur, das Panorama und die warme Luft, sondern auch die Stille bzw. die Klänge der Natur. Wir begegnen niemanden und das genießen wir noch mehr. Als wären wir die einzigen hier weit und breit. Toll! Maria entspannt sichtlich mit jedem Schritt mehr und mehr. (mehr …)

Mutspitze von Dorf TirolDie Mut ist ein Berg oberhalb von Meran bzw. Dorf Tirol. Auf gut 1.200 m über dem Meeresspiegel liegen hier mehrere Bergbauernhöfe, die so genannten Muthöfe. Und dort bin ich wandern gegangen.

Das gute Wetter nutzend – denn zum Wochenende soll es schlecht werden – bin ich dieses Mal in der Woche gelaufen. Und auch gar nicht erst weit weg. Die Muthöfe liegen oberhalb von Meran und Dorf Tirol. Wobei das Wort Ebene mir nicht so wirklich in den Sinn kam, denn es ging mehr als ‚rauf und runter‘. Zahlreiche Wiesen erschienen mir eher wie ‚Cliffs of Mut‘ als einladende Hinlegewiesen.
Ich lasse mein Auto an einem der ersten Muthöfe stehen und mache mich auf in die nicht ebene Ebene.
Gut gerüstet marschiere ich die Straße ein wenig entlang und biege dann links ein zum Steig 23B. Durch blühende Apfelwiesen erreiche ich den Waldrand. Immer dem Steig 23B folgend komme ich nach einer Weile zu einer Gabelung und biege auf den 24B ein.
Ich brauche gut eineinhalb Stunden bis ich zum ersten Muthof komme. Hier halte ich erst mal an und verweile ein wenig, denn der Weg ist denn doch anstrengender als ich geplant hatte. Aber wunderschön! (mehr …)

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Blumen sind für mich wichtig. Im zeitigen Frühjahr umgebe ich mich mit ihnen zuhause, noch bevor draußen in der Natur überhaupt ein Hauch davon zu sehen ist. So habe ich mich aber trotzdem diese Tage auf der Suche nach ihnen ins Frühlingstal begeben.

Nicht umsonst hat das Tal seinen Namen, denn hier blüht es als erstes. Und so auch jetzt.

Mein Startpunkt war der Parkplatz in Montiggl, einem Dorf in der Nähe von Eppan. Zum Glück ist alles ausgeschildert und ich weiß sofort, wo es zum Frühling geht. Auf dem Weg entdecke ich schon unzählige Leberblümchen, die aus der Ferne wie Veilchen aussehen, nur größer und heller. Aber auch Veilchen begegne ich und Schneeglöckchen. Unzählige wilde Krokusse und ich kann mich nicht satt sehen an der Farbenpracht. (mehr …)

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Kaum habe ich einen neuen Freund, bin ich schon mit ihm Pustertal wandern gegangen. Denn ich weiß, er liebt nichts mehr als die Natur zu erkunden und seine Freiheit zu genießen.

Ich bin verliebt! Bis über beide Ohren. Ja, ich weiß, gleich nach San Valentin, was ich mit Single-Freundinnen gefeiert habe, vielleicht etwas doof gelaufen. Aber ich denke, mein neuer Freund hätte mir sowieso keinen Strauss knallroter Rosen geschenkt. Aber das ist auch nicht wichtig, denn er ist so flauschig wie kein anderer, liebt es mit mir zu kuscheln und freut sich immer so sehr, wenn er mich sieht, dass es mich wortwörtlich umhaut. Mein Freund heißt Rudi. Ja, genau, ein typischer Name für die Berge. Er kommt auch von hier, genau genommen aus dem Ahrntal. Da hat er sich wirklich ein tolles Fleckchen Erde ausgesucht zum Wohnen. Und neulich bin ich mit ihm dann auch gewandert. Denn er liebt nichts mehr, als sich die Luft der Freiheit um die Nase wehen zu lassen, seine Füße in kalte Bachläufe zu halten und gemütlich auf einer Wiese zu picknicken. Er ist voll mein Typ!
Ausgeführt hat er mich ins Pustertal, in den Naturpark Fanes-Sennes-Prags. Getroffen haben wir uns auf der Plätzwiese kurz nach dem Gasthaus Brückele im Altpragser Tal. Seine Freude mich zu sehen war so unglaublich überschwänglich, dass mein Herz vor Glück nur so gehüpft ist. (mehr …)