Südtirol Blog

Weil es hier so schön ist

5817382569_8cd0f9726bNördlich von Bozen liegt das Sarntal, die größte Gemeinde Südtirols, flächenmäßig gesehen. Es ist bekannt für seine Federkielstickere und im Frühjahr sind die Wiesen mit Krokusen übersät. Grund genug, mich jetzt im April bei dem schönen Wetter auf zu machen und mich von diesen Frühlingsblühern verzaubern zu lassen.

Da meine letzte Wanderung doch recht anstrengend war, habe ich dieses Mal etwas leichtes ausgesucht und meine Freundin mit ihrem Sohn wieder mitgenommen. Am Wochenende ist Zeit, das Wetter ist perfekt und die Wanderung ist nicht anstrengend. Außerdem haben wir einen kleinen Picknickkorb und ein paar Decken mitgenommen.
Unser Auto lassen wir in Durnholz, gleich am Ortseingang, denn hinein darf man nur zu Fuß. Das finde ich toll! Die Einwohner haben weder Straßenlärm noch Abgase, wenn sie ihre Fenster öffnen.
Der Weg an sich ist leicht, es geht über geteerte Straßen. Den Durnholzer See umwandern wir auf der linken Seite und beim Fischerwirt biegen wir auf den Wanderweg 16 ab. Ich hatte mir schon vorher genau alles auf der Karte angesehen und weiß, wie wir laufen müssen.
Es geht nur aufwärts, aber die Luft ist klar, frisch, ohne dass es kalt ist und wir zwei Frauen unterhalten uns angeregt über allerlei Themen. Alex hat sich dieses Mal einen Mp3 mitgenommen und trottet etwas lustlos hinterher. Ab und zu allerdings entdeckt er etwas und wir Frauen bleiben stehen und warten auf ihn.
Als wir auf dem richtigen Wanderweg sind, ganz ohne Asphalt, gefällt es uns besser. Die erhofften Krokuswiesen sind auch da und wir freuen uns an der Farbenpracht dieser Frühlingsblüher. In Stadtparks sind sie schon traumhaft, aber so wild in der Natur sind sie ein wahrer Augenschmaus.
Am Ende des Weges kommen wir endlich auf der Seebalm an. Wir sind jetzt auf mehr als 1.800 Meter Höhe. Die Luft ist klar, der Himmel blau, die Sonne herrlich warm.
Um diese Jahreszeit ist die Almenhütte noch nicht geöffnet – erst im Juni – und deswegen haben wir unseren Picknickkorb mitgenommen.
Wir breiten unsere Decken aus, bereiten unseren Mittagstisch und Alex, der Sohn meiner Freundin, meint trocken: „Wurde ja auch Zeit, ich sterbe vor Hunger!“ Wir lachen und genießen unser Essen, den entspannten Tag und die wunderbare Sonne mit traumhaften Panorama. Momente, wo man sich bewusst wird, wie schön das Leben doch eigentlich ist.

Zurück gehen wir den selben Weg, wie wir in gekommen später – gut 2,5 Stunden später. Dabei gehen wir am dieses Mal um die andere Hälfte. Laut Wanderkarte sind wir gut 7,5 km gegangen. Wir haben jedenfalls diesen Tag mehr als genossen und auch Alex hat später seinen Mp3 nicht mehr angefasst und sein Interesse wieder ganz der Natur gewidmet.

800px-Sarntal_Durnholzer_See

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