Südtirol Blog

Weil es hier so schön ist

StNikolaus-PfarrkircheNeulich klingelt das Telefon. Ein Freund, der in Hong Kong wohnt. Er sei gerade für ein paar Tage in St. Nikolaus im Ultner Tal, ob wir uns nicht sehen wollten. Hellauf begeistert habe ich sofort zugesagt und bin am nächsten Tag in sein Hotel – das Erlebnishotel Waltershof – gefahren. Das hervorragende 4-Sterne-Hotel liegt idyllisch und bietet wirklich alles, was ein gestresster Erdling sich zum entstressen wünschen kann. Am liebsten hätte ich mich gleich dazu gebucht.

Bei dem schönen Wetter haben wir uns nach einer ausgiebigen Begrüßung entschlossen, eine kleine Wanderung zu machen. Uns wurde der Höfeweg empfohlen. Ausgerüstet mit viel guter Laune und einer kleinen Wegbeschreibung haben wir uns auf gemacht.

Da ich bereits am Vormittag gekommen war, hatten wir genügend Zeit und sind zunächst einmal durch das Dorf gegangen. Mein Bekannter machte hier schon viele Fotos, denn für ihn – aus Asien kommend – war es hier exotisch. Die kleine gotische Kirche hat uns sehr gefallen. Besonders der neugotische Flügelaltar ist schön.

Das kleine Ultner Museum ist geöffnet und wir werfen einen Blick in die Geschichte des Tales. Von hier aus kehren wir zur Kirche zurück und folgen der Ausschilderung des Höfeweges. Wir wandern plaudernd und immer wieder innehaltend durch Waldgebiet, vorbei an den typischen Höfen mit den Schindeldächern und durch Wiesen. Mein Bekannter ist unglaublich begeistert und macht lauter Erinnerungsfotos, von der Landschaft, von mir, von uns mit Selbstauslöser.

Nach gut drei Kilometern erreichen wir den höchsten Punkt laut Karte. Es ist wunderbar hier und das Hinabgehen Richtung St. Gertraud kommt beschwingend.

Wir machen hier eine Rast, trinken etwas, lassen uns etwas typisches für diese Gegend schmecken und genießen das Wetter, die Zeit miteinander.

Später gehen wir wieder zurück Richtung St. Nikolaus. Aber etwas anders als wir gekommen sind, nämlich auf der anderen Seite der Falschauer entlang. Wir kommen zu den Ultner Urlärchen, die uns beide gleichermaßen beeindrucken. Sie lassen uns an die Ewigkeit denken.

Als wir wieder in ’seinem‘ wunderbaren Hotel ankommen, bleibe ich noch ein wenig. Ich esse mit ihm zu Abend und fahre erst spät nach Hause. Mein Bekannter ist leider am nächsten Tag schon wieder abgereist, er war aus geschäftlichen Gründen hier und hatte sich nur diesen einen Tag freischaufeln können. Aber ich werde ihn einmal in Hong-Kong besuchen.
Nieschnhof

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