Südtirol Blog

Weil es hier so schön ist

Ich bin letztens einmal nicht schwimmen gegangen, wenn auch das Wetter nur so danach schreit, sondern stattdessen wieder einmal wandern. Dieses Mal ging es zu den Hexen von Puflatsch.

Meine Wanderung sollte eigentlich eine kleine sein, entpuppte sich dann allerdings als eine größere. Immerhin war ich mehr als 4 Stunden unterwegs auf 12 km. Dabei bin ich etwas mehr als 700 Meter hinauf.

Los ging es auf der Seiser Alm in Kasteruth. Genauer gesagt bei der Bergstation des Sessellifts Marinzen. Hier folgte ich einer Wegbeschreibung, die sich eigentlich nicht wirklich nach den Hexenbänken von Puflatsch anhörten: Schafstall. Dabei handelt es sich um eine Hütte.

Bis dahin war der Weg auch noch in Ordnung. Mit dem darauffolgenden steilen Anstieg hatte ich allerdings nicht gerechnet. Ich bin ganz schön ins Schwitzen gekommen.

Als ich oben ankam, war ich auf dem Puflatsch Rundweg. Hier wusste ich, musste ich mich links halten, um zur Arnikahütte zu gelangen. Wunderbar war der Goller Kreuz Aussichtspunkt. Hier habe ich erst mal Atem geschöpft und wieder einmal unsere wunderbare Natur bewundert und genossen.

Etwas weiter sind dann auch endlich die Hexenbänke. Dabei handelt es sich um Felsformationen, die wie Bänke aussehen. Laut Sage oder Legende sollen sich hier die Schlernhexen versammelt haben, um dann alle zusammen auf den Schlern zu fliegen. Der Porphyr ist von der Natur so geformt, dass man sich dort Bänke vorstellen könnte. Wer diese Hexen dann in der Praxis waren, weiß ich leider nicht. Oder zum Glück!

Zurück geht es genauso wie auf dem Hinweg, zumindest bis zur Schafstallhütte. Von hier geht es dann über einen Waldweg wieder zum Endziel. Dabei begegne ich nochmals ein paar Hexensesseln, ebenfalls Felsformationen, die den Menschen die Fantasie beflügelt haben, zumindest im Mittelalter.

Als ich in Kasteruth wieder ankomme, gehe ich erst mal mich erfrischen in einem Caffé. Dort komme ich ins Gespräch mit einer Einheimischen, die mir die Geschichte ebenfalls bestätigt. Zum Glück gibt es heute keine Hexen mehr, oder sie fahren bzw. fliegen jetzt auf mehrgängigen Besen oder man glaubt einfach nicht mehr dran. Ich persönlich gehöre zur letzten Kategorie. Freue mich aber, dass ich so interessante Felsformationen entdecken durfte und dabei die Landschaft geniessen konnte.

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