Südtirol Blog

Weil es hier so schön ist

800px-KüheFanes050902Der Wärme wegen ging es diesmal in den Nationalpark Fanes-Sennes-Prags. Eine Wanderung von St. Kassian bis auf den Léch de Limo und traumhaften Panoramablicken.

Da es in dieser Zeit doch sehr warm ist und die Lust auf viel Bewegung nicht so wirklich kommen mag, hatte ich eigentlich auch gar keine Lust zum Wandern. Hey, habe das ganze Jahr Zeit, muss ja nicht gerade in der heissesten sein. Aber Walter, der Mann meiner Freundin Maria, hatte natürlich Recht, als er sagte, in den Bergen ist es viel angenehmer und kühler. Also liess ich mich überreden, in den Nationalpark Fanes-Sennes-Prags mitzufahren und dort eine ‚coole‘ Wanderung zu machen. (mehr …)

Aussichtsplattform_Harderburg,_Blick_über_SalurnEigentlich ist es viel zu warm fürs Wandern. Aber trotzdem haben wir, Maria, ihr Mann und ich, uns auf den Weg gemacht und sind auf einer alten Handelsroute von Salurn zum Sauchpass gegangen.

Dieses Mal haben wir wieder eine etwas größere Wanderung gemacht, wie meist, wenn Marias Angetrauter dabei ist. Er wollte einmal den Dürerweg zum Sauchpass erkunden. Im Mittelalter war dieses ein wichtiger Teil einer Handelsroute.
Der Ausgangspunkt ist Buchholz, der gesamte Weg ganze 11 km lang und eingeplant sind gut 4 Stunden. Wenn wir nicht in der Sauch Hütte einkehren würden…

Wir sind Richtung Süden nach Salurn gefahren, um unsere Wanderung zu machen. Schon recht früh, damit wir nicht in die große Hitze kommen. Hier haben wir unser Auto geparkt (Walter fuhr diesmal) und sind am Ortseingang dann losgelaufen. (mehr …)

512px-Brixen_Milland_Maria_am_Sand_(14283)Dieses Mal ging unsere Tour – Maria war wieder dabei – wieder etwas weiter weg. Wir haben die Umgebung von Brixen erkundet und sind von Milland über Klerant bis nach Albeins gelaufen.

Maria rief an „Ich brauche deinen Rat, wie wäre es auf einer Wanderung bei Brixen?“ Für einen Rat hätte wahrscheinlich auch der Cappuccino im Café um die Ecke gereicht, aber offensichtlich lag mehr an dem Ganzen. Also sind wir am Wochenende nach Brixen gefahren. Genauer: nach Milland bei Brixen.

Milland ist eigentlich eine Fraktion der Stadt und liegt auf dem Weg nach St. Andrä. Interessanterweise hat der Ort eine alte Geschichte. Denn hier wurden Schalensteine aus vorchristlicher Zeit entdeckt. Ursprünglich war das Gebiet jedoch Sumpfgebiet. Älter als Brixen selber, ist der Ort im letzten Jahrhundert jedoch mit der Stadt ‚zusammengewachsen‘.

Gut 12 km wollten wir laufen, dabei nicht mehr als 360 Höhenmeter überwinden und in ev. 4 Stunden zurück sein. Das sollte reichen, um Maria einen ausführlichen Rat zu geben. (mehr …)

Hocheppan_BurghofDieses Mal ging es nicht nur durch Wald und über Wiesen, sondern gleich auch auf ein paar Burgen: von Kreuzstein bis Pedonig und zurück.

Irgendwie hatte ich einen Durchhänger letztes Wochenende und musste raus. Ich rief Maria an und fragte, ob sie Lust hätte, sich mit einer schweigenden Freundin auf in die Natur zu machen. Sie war sofort einverstanden und so holte sie mich dieses Mal ab und wir fuhren raus nach Eppan an der Weinstraße. Knapp eine halbe Stunde entfernt von Meran parkten wir unser Auto an der Gaststätte Kreuzstein in Eppan Berg.

Wir machten uns auf den Wanderweg Nr. 8 (Maria hatte es sich aufgeschrieben, wie wir gehen mussten). Wir gingen langsam und schweigend, ich mochte nicht reden. Aber dafür um so mehr der Natur lauschen. Vielleicht hätte ich doch lieber alleine gehen sollen? Doch Maria fing bald an zu erzählen, vom Erdbeerkuchen, den sie gebacken hatte, von Alex, ihrem Sohn, und der Schule, von belanglosem. Ich taute langsam auf und als wir auf dem Weg 8a zu einem umzäunten Bewässerungsteich kamen, war meine Laune bereits schon viel besser und ich ließ mich auf ein Gespräch mit ihr ein.

Wir philosophierten ein wenig über die Garten-Teichpflege und gingen dann weiter, bis wir oberhalb des Hofes Pramol die Fortsetzung des Weges fanden.
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Hoch hinauf auf das Pederköpfl ging meine Wanderung dieses Mal. Ein toller Blick in das Martelltal mit den steilen Hängen, auf den Zufritt-Stausee und die Gletscherwelt waren die Belohnung.

Dieses Mal hat mich Maria angerufen. Ich habe sie mit meiner letzten Wanderung wieder ‚infiziert‘ und sie will raus an die frische Luft, in die Natur. Sie schlug mir eine Wanderung im Martelltal vor. Wow, da mussten wir erst einmal ein wenig fahren, um hin zu kommen. Aber kein Problem, ich fahre gerne.
Wir sind am hinteren Martelltal bis zur Einfahrt zur Enzianalm gefahren. Auf dem hiesigen Parkplatz haben wir unser Auto geparkt, unserem Ausgangspunkt also.
Auf der Straße sind wir ein wenig zurück bis zur Einfahrt. Von hier aus folgen wir der Beschilderung über die Forststraße bis zur Pederbrücke. Da es hier schon leicht ansteigend ist, gehen wir langsam und gemütlich. Zeit haben wir genug, die Landschaft will auch genossen werden.

Kurz darauf sehen wir die Beschilderung für den Steig 39, auf den wir abbiegen. Er führt zur Peder-Stieralm und bis zu unserem Endziel. Wir halten immer wieder an, genießen die Stille, den Vogelgesang, die Luft, die Sonne, das Grün, die Wildblumen auf Wiesen und am Wegrand. Es ist ein herrlicher Aufstieg, trotz dass es stetig nach oben geht nicht allzu anstrengend.
Als wir oben ankommen, stehen wir auf fast 2.500 Höhenmetern. Das merkt man: die Luft ist ganz anders. Aber vor allem der Blick von hier oben ist erhaben. Hinab in das Martelltal, die steilen Hänge, die zahlreichen Berggipfel, der Stausee mit seiner intensiven Farbe… wir sind begeistert. Und verweilen eine ganze Weile, um dieses Gefühl in uns aufzusaugen. Weit weg von allem, und doch Teil eines Ganzen… hier kann man es fühlen.
Zurück geht es über den Weg Nr. 33 ins Lyfital. Auch hier liegt wieder eine Alm, zu der wir dann auf dem Weg 10 kommen. Hier machen wir noch einmal ein Päuschen, bevor es dann auf dem Marteller Höhenweg in Richtung Forststraße geht. Und somit wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Wir sind etwas mehr als drei Stunden unterwegs gewesen, haben gut 7 km ‚abgewandert‘ und fanden den Höhenunterschied von knapp 500 m nicht so schlimm. Oder vielleicht werden wir auch einfach nur immer besser im Wandern? Es war jedenfalls eine ganz tolle Wanderung, die sich besonders im Sommer, wenn es im Tal heiß und stickig ist, lohnt. Hier kann man einmal richtig durchatmen und sich wieder befreien.

Apfelblüte1234Die Apfelblüte ist ein absolutes Spektakel im Meraner Land. Und da es jetzt die richtige Zeit ist, habe ich mich auf gemacht und bin den Schenner, bzw. auch Verdinser genannten, Waalweg entlang gegangen.

Nach langer Zeit hatte auch endlich einmal wieder meine Freundin Maria Zeit zu einer etwas leichteren Spaziergang-Wanderung. Sie war im Winter nicht so gut drauf, kränkelte etwas herum und hat dann im Januar angefangen, ihre Ernährung zu überdenken und mit Hilfe eines homöopathischen Arztes umgestellt. Jetzt geht es ihr viel besser, sie hat an Gewicht verloren und an Lebensfreude gewonnen. Sie hält hoffentlich durch und es wird bald wieder alles im perfekten Lot sein.
Eine immer wunderbare Wanderung ist, ganz besonders im Frühjahr, entlang der Waalwege. Diese alten Bewässerungssysteme sind so angelegt, dass sie durch die Anbauflächen gehen und größtenteils auch gut zu ‚belaufen‘ sind. Sie wurden einst – und auch heute noch teils – regelmäßig kontrolliert, dass alles sauber fließt. Wenn sich auch heute die Bewässerungssysteme größtenteils geändert haben.
Ich bin mit Maria rauf nach Schenna gefahren und habe dort mein Auto geparkt. Von hier aus sind wir zwei gemütlich losgegangen. Bei strahlendem Sonnenschein und bester Laune.
Wir folgen der Beschilderung ‚Zum Waal‘ und erfreuen uns an den zahlreichen blühenden Obstbäumen, die auch in den Gärten hier blühen. Wir passieren den Gasthof Moareben und kurz danach den Gasthof Pircher. Danach folgen wir weiter der Beschilderung Richtung Waal und steigen eine längere Steintreppe herunter. Dabei genießen wir nicht nur den Duft der Natur, das Panorama und die warme Luft, sondern auch die Stille bzw. die Klänge der Natur. Wir begegnen niemanden und das genießen wir noch mehr. Als wären wir die einzigen hier weit und breit. Toll! Maria entspannt sichtlich mit jedem Schritt mehr und mehr. (mehr …)

Mutspitze von Dorf TirolDie Mut ist ein Berg oberhalb von Meran bzw. Dorf Tirol. Auf gut 1.200 m über dem Meeresspiegel liegen hier mehrere Bergbauernhöfe, die so genannten Muthöfe. Und dort bin ich wandern gegangen.

Das gute Wetter nutzend – denn zum Wochenende soll es schlecht werden – bin ich dieses Mal in der Woche gelaufen. Und auch gar nicht erst weit weg. Die Muthöfe liegen oberhalb von Meran und Dorf Tirol. Wobei das Wort Ebene mir nicht so wirklich in den Sinn kam, denn es ging mehr als ‚rauf und runter‘. Zahlreiche Wiesen erschienen mir eher wie ‚Cliffs of Mut‘ als einladende Hinlegewiesen.
Ich lasse mein Auto an einem der ersten Muthöfe stehen und mache mich auf in die nicht ebene Ebene.
Gut gerüstet marschiere ich die Straße ein wenig entlang und biege dann links ein zum Steig 23B. Durch blühende Apfelwiesen erreiche ich den Waldrand. Immer dem Steig 23B folgend komme ich nach einer Weile zu einer Gabelung und biege auf den 24B ein.
Ich brauche gut eineinhalb Stunden bis ich zum ersten Muthof komme. Hier halte ich erst mal an und verweile ein wenig, denn der Weg ist denn doch anstrengender als ich geplant hatte. Aber wunderschön! (mehr …)

Crocus vernus 1

Blumen sind für mich wichtig. Im zeitigen Frühjahr umgebe ich mich mit ihnen zuhause, noch bevor draußen in der Natur überhaupt ein Hauch davon zu sehen ist. So habe ich mich aber trotzdem diese Tage auf der Suche nach ihnen ins Frühlingstal begeben.

Nicht umsonst hat das Tal seinen Namen, denn hier blüht es als erstes. Und so auch jetzt.

Mein Startpunkt war der Parkplatz in Montiggl, einem Dorf in der Nähe von Eppan. Zum Glück ist alles ausgeschildert und ich weiß sofort, wo es zum Frühling geht. Auf dem Weg entdecke ich schon unzählige Leberblümchen, die aus der Ferne wie Veilchen aussehen, nur größer und heller. Aber auch Veilchen begegne ich und Schneeglöckchen. Unzählige wilde Krokusse und ich kann mich nicht satt sehen an der Farbenpracht. (mehr …)

Meine Entspannungswanderung ging dieses Mal ins Passeiertal. Dort wollte ich mir den Stieber Wasserfall einmal ansehen. Bekannte hatten mir von ihm erzählt und sehr empfohlen.

Im Moment habe ich eine sehr arbeitsreiche Zeit und daher sind meine Wanderungen doch eher kurz. Aber sie müssen auch immer sein. Denn ab und zu muss ich entspannen, den Kopf frei bekommen, um neues schaffen zu können.
Also bin ich an einem sonnigen Tag mit dem Auto ins Passeiertal gefahren. Genau genommen nach Moos. Hier parkte ich das Auto und marschierte los. Dummerweise hatte ich meine Kamera vergessen, denn Fotos wären dort gewiss nett gewesen.
Hier in Moos habe ich erst einmal die Straße in Richtung Platt genommen. Über die Holzbrücke über die Passeier und dann etwas weiter geht links ein Fußweg ab. Ein Schild sagt mir, dass es hier zum Wasserfall geht. Dann also mal los!
Ich habe wirklich nicht lange gebraucht, bis ich bei den Wasserfällen ankam. Etwas mehr als eine halbe Stunde vielleicht. Dabei bin ich durch Wald und Flur und pure Natur.
Die Wasserfälle sind spektakulär! Der Pfeldererbach stürzt hier 19 m und dann nochmals 18 m tief und fließt später ab in die Passer. Es ist laut in dem sonst idyllischen Wald, die Holzbrücke, die mehr als Aussichtsstandpunkt gesehen werden kann, passt wunderbar ins Bild und lässt mich die ganze Kraft des Wasserfalls spüren.
Zurück gehe ich dann kurzerhand an der Gaststätte Bad Sand vorbei. Ein Cappuccino rundet meinen Spaziergang ab und ich habe endlich wieder einen freien Kopf und kann mich auf neues konzentrieren.

Die Empfehlung meiner Bekannten kann ich nur weitergeben. Die Wasserfälle sind zu jeder Jahreszeit ein Spektakel und von Meran wirklich nur einen Katzensprung entfernt (29 km zeigt mein Tachometer). Der Weg ist familienfreundlich und nicht weit. Moos ist übrigens ein passender Name für diese Gegend. Moos gibt es hier reichlich!

640px-St._ValentinIch kann es kaum erwarten, dass der Frühling ausbricht. Schon zeigen sich die ersten Anzeichen, die ersten Blumen recken keck ihr gelbes, weißes, lila Köpfchen aus der Erde und verkünden Sonne und Wärme. Ich liebe den Frühling mit den hellen, bunten Farben und fange auch schon sehr früh an – eben jetzt – meine Wohnung in den hellen Farbtönen und Blumen zu dekorieren. Es ist wahrlich ein Erwachen aus dem Winterschlaf. Und sobald es sich wärmer anfühlt, die Sonne scheint, bekomme ich Frühlingsgefühle. Die sich bei mir aber in einem Saubermachmodus präsentieren und ich am liebsten alles neu machen würde. Frisch soll es sein, hell und nach Blüten duftend. (mehr …)