Südtirol Blog

Weil es hier so schön ist

WegekreuzIch liebe Themenwanderungen. Sie sind genau richtig für mein neugieriges Herz, meinen Wissensdurst und haben ein Ziel. Auch wenn ich die Landschaft an sich geniesse und die Ruhe liebe, wandern mit einem Thema macht mich glücklich.

Und dieses Mal ging es um alte Rittergeschichten. Welch Frauenherz liebt nicht den starken Ritter, der einen Drachen besiegt? Mit so einem Mann an ihrer Seite, kann sie das Universum besiegen.
Und so ging es dieses Mal an den Kreuzkofel, wo einst ein tapferer Ritter einen bösen, bösen Drachen besiegte.
Startpunkt war für mich – dieses Mal wieder alleine – das Dorfzentrum von La Villa. Eingeplant hatte ich 3 Stunden für etwas mehr als fünf Kilometer. Die Wanderung wird als leicht gefunden. Genau richtig für mich…
Vom Dorfzentrum aus halte ich mich Richtung Altin, einem Dorfteil hier. Der Weg Nr. 13, den ich jetzt einschlage, führt leicht aufwärts. Da ich 600 m Höhenunterschied haben werde, muss ich wohl oder übel auch nach oben. Der Weg geht zu einigen Weilern mit so exotischen Namen wie Craciorara, Pescolderunch oder Castalta.
Während ich hier an den Höfen vorbeiwandere fällt mir der Ritter ein. Ob es diese Höfe damals schon gab? Ich versuche mich an die Geschichte des tapferen Mannes und des Drachens zu erinnern…
Der Drache, der seinen Meister hier kenennlernte, lebte in eine der Höhlen im Kreuzkofel. Er versetzte die Menschen in der Gegend in Angst und Schrecken. In seinem feuerspeienden Maul hatte ein Mensch Platz und so mancher Hirte, der sich zu nahe heran wagte, wurde mit Haut und Haaren verspeist.
Die Menschen verliessen ihre Almen, das Vieh, zogen ins Tal, wo sie nichts hatten und zur Armut verdammt waren. (mehr …)

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An diesem Wochenende sollte ich eine der schönsten Wanderungen bisher machen. Es sollte entlang des Adolf-Munkel-Weges im Villnösser Tal gehen, gleich unter den beeindruckenden Geisler-Felsmassiven in dem gleichnamigen Naturpark.

Samstag Abend rief mich Walter an, der Mann meiner Freundin Maria. Ob ich Lust hätte, einen der schönsten Wanderwege mit ihnen zu erkunden. Wie kann ich da nein sagen?
Am frühen Sonntag Morgen holen mich meine Freunde ab und wir fahren Richtung Bozen, dann Brixen und bei Klausen in den Naturpark Puez-Odle ins Völlnistal zur Zanser Schwaige. Hier lassen wir unser Auto stehen und beginnen unseren gut 10 Kilometer langen Wanderweg. (mehr …)

Rund um den Pragser Wildsee

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Im Sommer sind Wanderungen in den höheren Lagen und dann auch noch an einem Gewässer genau das richtige. Ich habe den Pragser Wildsee ausgewählt, denn er ist die Perle der Dolomiten und bietet einen leichten Rundgang.

Es ist so warm und da habe ich wenig Lust auf anstrengendes. Also muss mal was erfrischenderes her. Und ich fand den Pragser See am Hochpustertal perfekt.
Also rufe ich Maria an und frage sie, ob sie Lust hat, mitzukommen. Klar, auch ihr ist warm und Erfrischung ist das Schlüsselwort.
Ich hole sie ab und wir fahren ins Pragsertal. Hier gibt es Parkplätze (gebührenpflichtig) und wir haben Glück, auch einen zu finden.
Gestartet sind wir am Pragser Wildsee Hotel. Der See mit seiner grünen Farbe lachte uns förmlich einladend entgegen. Einige Ruderboote sind auf dem See. Wahrscheinlich, um den Eingang in die Unterwelt des Fanes zu suchen, der sich auf der Südseite befinden soll, heute aber leider verschüttet ist. (mehr …)

800px-KüheFanes050902Der Wärme wegen ging es diesmal in den Nationalpark Fanes-Sennes-Prags. Eine Wanderung von St. Kassian bis auf den Léch de Limo und traumhaften Panoramablicken.

Da es in dieser Zeit doch sehr warm ist und die Lust auf viel Bewegung nicht so wirklich kommen mag, hatte ich eigentlich auch gar keine Lust zum Wandern. Hey, habe das ganze Jahr Zeit, muss ja nicht gerade in der heissesten sein. Aber Walter, der Mann meiner Freundin Maria, hatte natürlich Recht, als er sagte, in den Bergen ist es viel angenehmer und kühler. Also liess ich mich überreden, in den Nationalpark Fanes-Sennes-Prags mitzufahren und dort eine ‚coole‘ Wanderung zu machen. (mehr …)

Aussichtsplattform_Harderburg,_Blick_über_SalurnEigentlich ist es viel zu warm fürs Wandern. Aber trotzdem haben wir, Maria, ihr Mann und ich, uns auf den Weg gemacht und sind auf einer alten Handelsroute von Salurn zum Sauchpass gegangen.

Dieses Mal haben wir wieder eine etwas größere Wanderung gemacht, wie meist, wenn Marias Angetrauter dabei ist. Er wollte einmal den Dürerweg zum Sauchpass erkunden. Im Mittelalter war dieses ein wichtiger Teil einer Handelsroute.
Der Ausgangspunkt ist Buchholz, der gesamte Weg ganze 11 km lang und eingeplant sind gut 4 Stunden. Wenn wir nicht in der Sauch Hütte einkehren würden…

Wir sind Richtung Süden nach Salurn gefahren, um unsere Wanderung zu machen. Schon recht früh, damit wir nicht in die große Hitze kommen. Hier haben wir unser Auto geparkt (Walter fuhr diesmal) und sind am Ortseingang dann losgelaufen. (mehr …)

512px-Brixen_Milland_Maria_am_Sand_(14283)Dieses Mal ging unsere Tour – Maria war wieder dabei – wieder etwas weiter weg. Wir haben die Umgebung von Brixen erkundet und sind von Milland über Klerant bis nach Albeins gelaufen.

Maria rief an „Ich brauche deinen Rat, wie wäre es auf einer Wanderung bei Brixen?“ Für einen Rat hätte wahrscheinlich auch der Cappuccino im Café um die Ecke gereicht, aber offensichtlich lag mehr an dem Ganzen. Also sind wir am Wochenende nach Brixen gefahren. Genauer: nach Milland bei Brixen.

Milland ist eigentlich eine Fraktion der Stadt und liegt auf dem Weg nach St. Andrä. Interessanterweise hat der Ort eine alte Geschichte. Denn hier wurden Schalensteine aus vorchristlicher Zeit entdeckt. Ursprünglich war das Gebiet jedoch Sumpfgebiet. Älter als Brixen selber, ist der Ort im letzten Jahrhundert jedoch mit der Stadt ‚zusammengewachsen‘.

Gut 12 km wollten wir laufen, dabei nicht mehr als 360 Höhenmeter überwinden und in ev. 4 Stunden zurück sein. Das sollte reichen, um Maria einen ausführlichen Rat zu geben. (mehr …)

Hocheppan_BurghofDieses Mal ging es nicht nur durch Wald und über Wiesen, sondern gleich auch auf ein paar Burgen: von Kreuzstein bis Pedonig und zurück.

Irgendwie hatte ich einen Durchhänger letztes Wochenende und musste raus. Ich rief Maria an und fragte, ob sie Lust hätte, sich mit einer schweigenden Freundin auf in die Natur zu machen. Sie war sofort einverstanden und so holte sie mich dieses Mal ab und wir fuhren raus nach Eppan an der Weinstraße. Knapp eine halbe Stunde entfernt von Meran parkten wir unser Auto an der Gaststätte Kreuzstein in Eppan Berg.

Wir machten uns auf den Wanderweg Nr. 8 (Maria hatte es sich aufgeschrieben, wie wir gehen mussten). Wir gingen langsam und schweigend, ich mochte nicht reden. Aber dafür um so mehr der Natur lauschen. Vielleicht hätte ich doch lieber alleine gehen sollen? Doch Maria fing bald an zu erzählen, vom Erdbeerkuchen, den sie gebacken hatte, von Alex, ihrem Sohn, und der Schule, von belanglosem. Ich taute langsam auf und als wir auf dem Weg 8a zu einem umzäunten Bewässerungsteich kamen, war meine Laune bereits schon viel besser und ich ließ mich auf ein Gespräch mit ihr ein.

Wir philosophierten ein wenig über die Garten-Teichpflege und gingen dann weiter, bis wir oberhalb des Hofes Pramol die Fortsetzung des Weges fanden.
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Hoch hinauf auf das Pederköpfl ging meine Wanderung dieses Mal. Ein toller Blick in das Martelltal mit den steilen Hängen, auf den Zufritt-Stausee und die Gletscherwelt waren die Belohnung.

Dieses Mal hat mich Maria angerufen. Ich habe sie mit meiner letzten Wanderung wieder ‚infiziert‘ und sie will raus an die frische Luft, in die Natur. Sie schlug mir eine Wanderung im Martelltal vor. Wow, da mussten wir erst einmal ein wenig fahren, um hin zu kommen. Aber kein Problem, ich fahre gerne.
Wir sind am hinteren Martelltal bis zur Einfahrt zur Enzianalm gefahren. Auf dem hiesigen Parkplatz haben wir unser Auto geparkt, unserem Ausgangspunkt also.
Auf der Straße sind wir ein wenig zurück bis zur Einfahrt. Von hier aus folgen wir der Beschilderung über die Forststraße bis zur Pederbrücke. Da es hier schon leicht ansteigend ist, gehen wir langsam und gemütlich. Zeit haben wir genug, die Landschaft will auch genossen werden.

Kurz darauf sehen wir die Beschilderung für den Steig 39, auf den wir abbiegen. Er führt zur Peder-Stieralm und bis zu unserem Endziel. Wir halten immer wieder an, genießen die Stille, den Vogelgesang, die Luft, die Sonne, das Grün, die Wildblumen auf Wiesen und am Wegrand. Es ist ein herrlicher Aufstieg, trotz dass es stetig nach oben geht nicht allzu anstrengend.
Als wir oben ankommen, stehen wir auf fast 2.500 Höhenmetern. Das merkt man: die Luft ist ganz anders. Aber vor allem der Blick von hier oben ist erhaben. Hinab in das Martelltal, die steilen Hänge, die zahlreichen Berggipfel, der Stausee mit seiner intensiven Farbe… wir sind begeistert. Und verweilen eine ganze Weile, um dieses Gefühl in uns aufzusaugen. Weit weg von allem, und doch Teil eines Ganzen… hier kann man es fühlen.
Zurück geht es über den Weg Nr. 33 ins Lyfital. Auch hier liegt wieder eine Alm, zu der wir dann auf dem Weg 10 kommen. Hier machen wir noch einmal ein Päuschen, bevor es dann auf dem Marteller Höhenweg in Richtung Forststraße geht. Und somit wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Wir sind etwas mehr als drei Stunden unterwegs gewesen, haben gut 7 km ‚abgewandert‘ und fanden den Höhenunterschied von knapp 500 m nicht so schlimm. Oder vielleicht werden wir auch einfach nur immer besser im Wandern? Es war jedenfalls eine ganz tolle Wanderung, die sich besonders im Sommer, wenn es im Tal heiß und stickig ist, lohnt. Hier kann man einmal richtig durchatmen und sich wieder befreien.

Apfelblüte1234Die Apfelblüte ist ein absolutes Spektakel im Meraner Land. Und da es jetzt die richtige Zeit ist, habe ich mich auf gemacht und bin den Schenner, bzw. auch Verdinser genannten, Waalweg entlang gegangen.

Nach langer Zeit hatte auch endlich einmal wieder meine Freundin Maria Zeit zu einer etwas leichteren Spaziergang-Wanderung. Sie war im Winter nicht so gut drauf, kränkelte etwas herum und hat dann im Januar angefangen, ihre Ernährung zu überdenken und mit Hilfe eines homöopathischen Arztes umgestellt. Jetzt geht es ihr viel besser, sie hat an Gewicht verloren und an Lebensfreude gewonnen. Sie hält hoffentlich durch und es wird bald wieder alles im perfekten Lot sein.
Eine immer wunderbare Wanderung ist, ganz besonders im Frühjahr, entlang der Waalwege. Diese alten Bewässerungssysteme sind so angelegt, dass sie durch die Anbauflächen gehen und größtenteils auch gut zu ‚belaufen‘ sind. Sie wurden einst – und auch heute noch teils – regelmäßig kontrolliert, dass alles sauber fließt. Wenn sich auch heute die Bewässerungssysteme größtenteils geändert haben.
Ich bin mit Maria rauf nach Schenna gefahren und habe dort mein Auto geparkt. Von hier aus sind wir zwei gemütlich losgegangen. Bei strahlendem Sonnenschein und bester Laune.
Wir folgen der Beschilderung ‚Zum Waal‘ und erfreuen uns an den zahlreichen blühenden Obstbäumen, die auch in den Gärten hier blühen. Wir passieren den Gasthof Moareben und kurz danach den Gasthof Pircher. Danach folgen wir weiter der Beschilderung Richtung Waal und steigen eine längere Steintreppe herunter. Dabei genießen wir nicht nur den Duft der Natur, das Panorama und die warme Luft, sondern auch die Stille bzw. die Klänge der Natur. Wir begegnen niemanden und das genießen wir noch mehr. Als wären wir die einzigen hier weit und breit. Toll! Maria entspannt sichtlich mit jedem Schritt mehr und mehr. (mehr …)

Mutspitze von Dorf TirolDie Mut ist ein Berg oberhalb von Meran bzw. Dorf Tirol. Auf gut 1.200 m über dem Meeresspiegel liegen hier mehrere Bergbauernhöfe, die so genannten Muthöfe. Und dort bin ich wandern gegangen.

Das gute Wetter nutzend – denn zum Wochenende soll es schlecht werden – bin ich dieses Mal in der Woche gelaufen. Und auch gar nicht erst weit weg. Die Muthöfe liegen oberhalb von Meran und Dorf Tirol. Wobei das Wort Ebene mir nicht so wirklich in den Sinn kam, denn es ging mehr als ‚rauf und runter‘. Zahlreiche Wiesen erschienen mir eher wie ‚Cliffs of Mut‘ als einladende Hinlegewiesen.
Ich lasse mein Auto an einem der ersten Muthöfe stehen und mache mich auf in die nicht ebene Ebene.
Gut gerüstet marschiere ich die Straße ein wenig entlang und biege dann links ein zum Steig 23B. Durch blühende Apfelwiesen erreiche ich den Waldrand. Immer dem Steig 23B folgend komme ich nach einer Weile zu einer Gabelung und biege auf den 24B ein.
Ich brauche gut eineinhalb Stunden bis ich zum ersten Muthof komme. Hier halte ich erst mal an und verweile ein wenig, denn der Weg ist denn doch anstrengender als ich geplant hatte. Aber wunderschön! (mehr …)