Südtirol Blog

Weil es hier so schön ist

800px Langfenn 300x225 Von Meran 2000 über den Salten nach Bozen   Fernwanderweg E5Letztes Wochenende war wunderbares Herbstwetter und da habe ich mich mit einer guten Bekannten spontan entschieden, nach Meran 2000 zu fahren und von dort über den Salten nach Bozen zu wandern. Und die Idee war super!

Begonnen haben wir unsere Wanderung bei der Meraner Hütte in Meran 2000. Strahlender Sonnenschein und milde Temperaturen, an Winter noch kein Gedanke. Rucksack mit etwas zu trinken und ein paar Snacks, denn die Wanderung würde schon etwas länger dauern.

Hier oben haben wir den Fernwanderweg E5 genommen. Der führt über den Spieler, das Kreuzjöchl und das Kreuzjoch. Letzteres liegt über 2.000 m hoch. Und hier waren wir froh, dass wir auch unsere Windjacken mit dabei hatten, denn es wurde doch sehr viel frischer als in Meran.
Wir entscheiden uns, unseren ersten längeren Stopp zu machen, denn wir sind schon ein wenig unterwegs und ein Snack tut gut.

Kurze Zeit später schlagen wir den Weg wieder auf dem Fernwanderweg E5 ein und kommen über den Kamm zum Auener Jöchl. Welch ein Glück: hier geht es richtig nach unten, was ich persönlich immer wesentlich entspannter finde als das hinaufkraxeln. Und so kommen wir zum Möltner Joch und zum Langfenn, was höhenmäßig schon fast wieder 500 m tiefer liegt als das Kreuzjoch.
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Eine kleine Herbstwanderung entlang der Waale, um die Herbststimmung einzufangen – das sollte mich zum Ilswaal und zum Zaalwaal bringen.

Als ich mich entschloss, an diesem Wochenende einmal alleine wandern zu gehen, beschloss ich auch, das Auto zuhause stehen zu lassen. Stattdessen habe ich die Vinschger Bahn genommen und bin bis nach Schlanders gefahren. Die Fahrt alleine habe ich schon genossen, denn die herrliche Landschaft kann man auch im Vorbeifahren genießen.

Da viel Zeit war und die Sonne wunderschön schien, habe ich zunächst eine kleine Runde im Ortskern gedreht. Und einen richtig guten Cappuccino genossen.

Dann bin ich in Richtung Sonnenpromenade gegangen. Hier geht es in Richtung Schlandrauntal – interessanter Name und fast schon ein Zungenbrecher. Entlang der Promenade verläuft bereits so ein Wasserversorgungsgraben, in Südtirol als Waal bezeichnet. Diese werden seit Jahrhunderten gepflegt und gehegt, da sie die Wasserzufuhr zu Obstplantagen, Weinbergen etc. sind. Überall dort, wo eben sonst kein Wasser hinkommt und es im Sommer leicht austrocknen kann. Somit wird der Boden fruchtbarer gemacht und man kann anbauen. Eine Art, sich hier in den Bergen mit dem Nötigen zu versorgen.

Auf dem Weg zurück ins Dorf pflücke ich einen Apfel vom Baum und genieße die gesunde Frische. Auf dem Rückweg werde ich mir frische Äpfel mitnehmen, nehme ich mir vor.

Dem Wegweiser folgend stieg ich nun recht anstrengend nach oben zum Ilswaal. In dem Waldgebiet genieße ich die frische Luft, erfreue mich an der Farbenpracht des Herbstes und sammle Kastanien. Mein Blick fiel auf die St. Ägidius-Kirche und kurz überlegte ich, ob ich zu ihr hochsteigen soll. Ich verwerfe es.

In Kortsch steht ein Wegweiser, der zum Zaalwaal weist. Ich folge ihm, nicht ohne hin und wieder einmal Pausen einzulegen. Ich wollte ja gemütlich alleine mit mir verbringen und nicht irgendwohin hetzen. Der Weg ging eh steil nach oben und ich komme fast ins Schwitzen. Ich meine mich zu erinnern, der Waal liegt auf 1.000 m ü. d. M. Das muss man auch erst einmal erklimmen. Ok, ich musste keine 1.000 Meter hinauf, war ja schon sehr hoch. Jedenfalls lohnte es sich in jeder Hinsicht, denn ich hatte teils wunderbare Ausblicke auf das Tal. Bei den alten Mühlen mache ich dann erst einmal eine ausgiebige Pause und lausche der Natur. Oh ja, ich brauchte diese Wanderung so alleine…

Zurück gehe ich bis Kortsch und folge dann dem Weg Nr. 15 bis nach Schlanders. Hier gönne ich mir noch einen leckeren Cappuccino und erinnere mich, dass ich Äpfel kaufen wollte. Das tue ich auch und fahre dann mit der Bahn wieder zurück nach Meran.

Übrigens: das Bewässerungssystem, die Waale, im Vinschgau und besonders auf dem Sonnenberg, ist eines der ausgedehntesten Bewässerungssysteme in den Alpen. Die Benennung scheint aus dem lateinischen zu kommen, von aqualis. Der Waalweg dient/e dazu, diese Bewässerungsanlagen zu warten. Und heute auch als Spazier- bzw. Wanderwege. Im Vinschgau gibt es unzählige davon.

18 300x200 Herbstwanderung im Rosengarten: Von der Frommer Alm auf die Kölner Hütte, Paolina Hütte zur Masarè HütteLetztes Wochenende habe ich praktisch meine erste Herbstwanderung dieses Jahr gemacht. Herbstwanderung deswegen, weil es doch schon etwas kühler geworden ist und vor allem die Bäume anfangen, sich bunt anzuziehen. Das habe ich mir am Westhang der Rosengartengruppe angesehen.

Unaufhörlich schreitet er voran, der Herbst. Die Äpfel sind angesagt, Pflaumen vorbei und die Kastanien bald reif. Und die ersten Blätter der Bäume und Büsche verfärben sich langsam aber sicher. Immer mehr goldgelb, rot und braun mischen sich unter das bisher grüne Blätterkleid und die Welt wird wieder bunt.

Meine Freundin Maria hat ihren Mann mit ihrem Sohn diesen Sasmstag in eine Ausstellung nach Rovereto geschickt – und ist mit mir zum Rosengarten gefahren. Hier haben wir ein paar wunderbare Stunden in der herbstlichen Sonne die traumhafte Landschaft mit Panorama zum träumen genossen.

Gestartet sind wir an der Frommer Alm. Von hier haben wir den Laurin-Lift in die Höhe genommen und erreichen auf mehr als 2.300 m über dem Meeresspiegel die Kölner Hütte. Das ‘rifugio Fronzo alle Coronelle’ ist eine Berghütte und ein Gasthaus der Südtiroler Dolomiten. Den ungewöhnlichen Namen hat sie von ihren Gründern. 1899 wurde sie von der Sektion Köln des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins gegründet. Die Hütte ist Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen – und heute auch für die unsrige. (mehr …)

StNikolaus Pfarrkirche 225x300 Auf Entdeckungstour der Ultner HöfeNeulich klingelt das Telefon. Ein Freund, der in Hong Kong wohnt. Er sei gerade für ein paar Tage in St. Nikolaus im Ultner Tal, ob wir uns nicht sehen wollten. Hellauf begeistert habe ich sofort zugesagt und bin am nächsten Tag in sein Hotel – das Erlebnishotel Waltershof – gefahren. Das hervorragende 4-Sterne-Hotel liegt idyllisch und bietet wirklich alles, was ein gestresster Erdling sich zum entstressen wünschen kann. Am liebsten hätte ich mich gleich dazu gebucht.

Bei dem schönen Wetter haben wir uns nach einer ausgiebigen Begrüßung entschlossen, eine kleine Wanderung zu machen. Uns wurde der Höfeweg empfohlen. Ausgerüstet mit viel guter Laune und einer kleinen Wegbeschreibung haben wir uns auf gemacht. (mehr …)

1275389973 0e2ef00ddf z 300x200 Mit Maria von Gufidaun nach Teis zum MineralienmuseumWipp- und Eisacktal haben mich schon immer interessiert und eine leichte Wanderung war genau das richtige an diesem Wochenende. Es ging von Gufidaun bis nach Teis.

Maria rief mich an, ihre Männer seien an diesem Wochenende ausgeflogen und ob ich nicht Lust hätte, mit ihr mal nach Teis ins Mineralmuseum. Oh ja, am besten mit einer leichten Wanderung, ich musste eh mal wieder raus an die frische Luft.

Also habe ich sie am frühen Nachmittag abgeholt und wir sind zusammen nach Gufidaun gefahren. Der Name allein lässt die Fantasie spielen. Der Ort liegt in der Gemeinde Klausen im Eisacktal, wunderbar auf einem Hügel und mit herrlichem Blick in die Landschaft. Hier siedelten schon in grauer Vorzeit unsere Vorfahren. Klar, früher lebte man ja noch mit Weitsicht – in jeder Hinsicht.
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Von Ulfas auf die Matatzspitze

Ulfas i.P 300x225 Von Ulfas auf die MatatzspitzeNeulich traf ich Maria in der Stadt. Wir sind einen Caffé trinken gegangen und dabei hat sie mich gefragt, ob ich an einem schönen, sonnigen Tag Lust hätte, mit ihr und Walter auf die Matatzspitze zu steigen. Nicht sehr hoch, aber immerhin mehr als 600 Höhenmeter zu erklimmen. Ja, gerne, ich wusste, dass man von dort einen wunderbaren Ausblick auf das ganze Passeierertal hat und ich konnte da bestimmt schöne Fotos schießen.

Dieser sonnige, schöne Tag war dann gleich am nächsten Tag und Maria rief mich früh an, ob ich spontan mit wollte. Vollkommen unvorbereitet griff ich nach meiner Kamera, zog Wanderschuhe an, nahm meine Windjacke und schon standen sie vor der Tür und holten mich ab.

Wir fuhren bis nach Moos in Passeier und parkten dort beim Bergweiler Ulfas. (mehr …)

450px Bletterbach2 225x300 Ein Schatz in der Bletterbachschlucht?Gestern Abend rief Maria an. Ob ich nicht Lust hätte, mit ihr, ihrem Mann Walter und Sohn Alex auf eine Geocaching-Tour in der Bletterbachschlucht zu gehen. Ha, eigentlich finde ich Geocaching doof, aber wandern finde ich toll, und mit Freunden noch mehr. Also habe ich natürlich zugesagt.

Heute sind wir dann recht früh morgens – früh ist für mich schon 9.30 Uhr – aufgebrochen und nach Aldein gefahren. Hier haben wir am Besucherzentrum des Geoparc Aldein-Radein die Richtung Lerch genommen, geparkt und dann unsere Wanderschuhe geschnürt. Proviant hatten wir mit, denn wir wollten bis zum Nachmittag unterwegs sein.

Geocaching, das ist die Suche nach einem ‘Schatz’, der keiner ist. Jedenfalls nicht im Sinne des Wertes. Aber viele machen dabei weltweit mit. So auch meine Freunde. Hierbei ist es hauptsächlich Walter, der immer wieder mit neuen Orten kommt. Männer sind eben geborene Schatzsucher icon biggrin Ein Schatz in der Bletterbachschlucht?

Für uns Frauen und Alex ist es immer ein toller Wandertag. So auch dieser. Wetter herrlich, Sonne satt, ohne zu heiß zu sein. T-Shirt und kurze Hosen.. wir sind auf der Suche nach geologischen Neuentdeckungen.
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4512023154 4bcce1fedd 300x225 Unterwegs im Passeiertal zur Obisellalm
Ich wollte einfach wieder hin – ins Passeiertal. Es gefällt mir sehr und die Wanderungen sind immer besonders schön. Wenn auch lang, aber ich bin ja jetzt so richtig in Form. Meine Ernährungsumstellung macht sich immer mehr bemerkbar und ich habe viel länger Energie und vor allem sind meine Muskeln wesentlich besser.

Dieses Mal bin ich mit einer Gruppe fremder Menschen gegangen. Ein Bekannter eines Bekannten eines Freundes hat eine Tour zur Obisellalm organisiert und ich habe mich der Gruppe anschließen können. Also bin ich letztes Wochenende bis Gasthaus Oberöberst bei Vernuer gefahren. Denn hier auf dem Parkplatz haben wir uns alle getroffen. Insgesamt waren wir 12 Personen. Nicht gerade klein, die Gruppe..

Das Gasthaus liegt fast 1.400 Meter über dem Meeresspiegel. Ganze 850 m Höhenunterschied standen auf dem Programm, wie uns Sepp, unser Führer, erzählte. Dabei sollten wir ganze fünf Stunden unterwegs sein und der Weg an einigen Stellen recht steil werden. Na, da habe ich mich ja auf was eingelassen… (mehr …)

800px Utia de Stevia 300x196 Herrliche Aussichten auf der Stevia Alm in GrödenImmer mutiger werde ich und wollte nicht mehr nur mit Stevia meinen Caffé süßen, sondern auch auf die Stevia-Alm wandern. Doch meine Bekannten warnten mich: es ist anstrengender als meine vorherigen Wanderungen. Egal, ich wollte mit!

Und so haben wir uns am letzten Wochenende auf nach St. Christina gemacht. Die Wanderung sollte schon so um die fünf Stunden dauern und gut 570 m hoch und das doppelte wieder runter gehen.
Ich habe mir meine guten Wanderschuhe, die ich ja seit einiger Zeit besitze, angezogen, genug geschlafen und meinen Hut mitgenommen. Und los konnte es gehen!
Bis zur Talstation der Umlaufbahn Col Raiser bei St. Christina sind wir mit dem Auto gefahren. Von hier aus ging es dann zu Fuß los.
Es ging auf über 2.000 m Meereshöhe und auf dem Weg Nr. 4 in Richtung Orient. Zum eingewöhnen ging alles schön leicht aufwärts.
An der Regenshütte wechselten wir auf den Weg Nr. 1/3 und gleich danach an der Kreuzung bogen wir auf den Steig 17B.
Jetzt wurde meine Kondition gefordert, ich schnaufte und wurde sichtlich immer langsamer. (mehr …)

Irgendwie hat es sich im Bekanntenkreis inzwischen herumgesprochen, dass ich gerne mal etwas wandern gehe. Ansonsten mache ich ja eher leichtere Wanderungen, die man schon fast als Spaziergang bezeichnen könnte. Aber dieses Mal ging es doch schon mehr an die Substanz, als mich ein befreundetes Ehepaar fragte, ob ich nicht mit ihrer kleinen Gruppe am Wochenende den Passeier Höhenweg mitgehen wollte.

Ich bin ja schon einmal den Leiferer Höhenweg gegangen, was eine große Herausforderung war. Also sagte ich natürlich dieses Mal zu und freute mich auf einen tollen, langen Wandertag.

Fünf Stunden werden wir ca. unterwegs sein und ein Höhenunterschied bis zu 1.300 m werden wir bewältigen. Also: gute Wanderschuhe, ein Rucksack mit etwas zu trinken und ein Hut ist diesmal angesagt.

Morgens um 8 Uhr holen mich meine Bekannten ab und wir fahren bis nach St. Leonhard, wo wir das Auto stehen lassen, und fahren dann per Bus zur Römerkehre an der Jaufenpasstraße. Von hier geht es los auf dem Weg 12 A bis zur Flecknerhütte. Damit erreichen wir schon den höchsten Punkt der Wanderung und wir genießen die atemberaubende Aussicht auf die umliegende Bergwelt. Die Sarntaler Alpen, die Zillertaler Alpen, die Stubaier und Ötztaler Alpen.. wir können uns gar nicht satt sehen. Mir fallen dabei die Menschen ein, die oft tagelang hier einsam vor Urzeiten entlang gingen und an die Macht der Götter glaubten bei solch einem überwältigenden Blick.

Weiter geht es bis zum Schlattacher Joch und dem Übelsee. Der Name ist nicht gerade einladend, aber es verbindet ihn auch mit einem bösen Hexenmeister.

Wir gehen weiter Richtung Hochalm auf dem Weg Nr. 15. Hier machen wir einen Stopp, für den ich sehr dankbar bin, denn meine Kondition ließ schon etwas nach. Es soll ja Spaß bringen und die vier geübten Wanderer nehmen viel Rücksicht auf mich.

Der Großteil unserer Wanderung liegt bereits hinter uns und von hier aus geht es zur Eggergrubalm und weiter vorbei an den Höfen von Eggen bis zur Kirche von Stuls. Hier in der Nähe hat man Funde aus dem Bronzealter gemacht, wie meine Begleiter mir erzählen.

Als wir später dann nach Stuls hineingehen, sind wir am Ende unserer Wanderung angelangt. Ich freue mich innerlich ein wenig, dass wir von hier aus nur noch den Bus nach St. Leonhard zurück nehmen brauchen. Ich bin recht ‘geschafft’, wenn auch sehr glücklich mit der Wanderung. Sie war anstrengend und doch eigentlich sehr leicht. Gut dass ich richtige gute Wanderschuhe habe und auch gut, dass ich dieses Mal einen Hut auf hatte.

Als ich an diesem Abend auf meinem Balkon sitze und an meinem Salat knabbere, denke ich noch einmal an die wunderbaren Ausblicke, die wir an diesem Tag gehabt haben. An die Menschen, die vor Tausenden von Jahren diese Wege gegangen sind, um irgendeinen Ort zu erreichen, Verwandte zu besuchen. Und dass wir heute die selben Wege gehen, aber zum Vergnügen. Wie sich die Zeiten geändert haben..