Südtirol Blog

Weil es hier so schön ist

langkofelDa ich zur Zeit nicht so viel zum Wandern komme, möchte ich euch von einer Wanderung erzählen, die ich im Frühjahr gemacht habe und die mich schwer begeistert hat. Ich bin entlang des Langkofels gegangen.

Die Wanderung ist nicht ohne: sie hat gut fünf Stunden gedauert, trotz dass sie nur 200 m Höhenunterschied hat, und wird als mittelschwer empfunden. Für mich inzwischen geübte Wanderin natürlich gut zu bewältigen. Wegen der Länge würde ich sie allerdings nicht unbedingt mit kleinen Kindern empfehlen.
Los ging meine Wanderung, die ich mal wieder mit meinem befreundeten Ehepaar Maria und Walter (und dieses Mal ohne ihren Sohn Alex) machte, in St. Christina. Hier haben wir den Sessellift zum bzw. nach Monte Pana genommen. Die Hochwiese, die wir hier überquert haben, war wunderbar und besonders im Frühjahr reizvoll. Wir haben einen weiteren Sessellift benutzt, um zum Mont de Seura zu kommen. Immerhin waren wir hier schon auf über 2.000 m Höhe. (mehr …)

Nun ist der Schnee doch noch gekommen, nachdem die meisten Angst hatten, er käme dieses Jahr gar nicht mehr. Und ich habe das gleich genutzt und habe eine Winterwanderung bei strahlendem Sonnenschein und richtiger Kälte von Tiers nach Völsegg gemacht.

Vielleicht ist Wanderung etwas zu hochtrabend gesagt, denn mehr als vier Kilometer sind es gar nicht. Aber im Schnee stapfen ist anstrengender als ohne und man kommt auch langsamer voran. Also sehe ich es als kleine Wanderung.
Losgegangen bin ich in Tiers am Brunnenplatz – als Orientierung, denn losgegangen bin ich in Wirklichkeit ja vom Parkplatz. Hier vom Dorfzentrum aus bin ich dann über die Forststraße in Richtung Völsegg. (mehr …)

Ritterrüstungen auf der Churburg

Festa medievale Sluderno 1Auf Wunsch des Sohnes meiner Freundin bin ich dieses Jahr mit den beiden auf die Churburg gefahren. Sie ist die größte in Südtirol und hat eine bedeutende Ritterrüstung-Sammlung. Das interessierte natürlich unseren jungen Geschichtsfreund.

Die Churburg liegt in Schluderns im Vinschgau und ist eine hochmittelalterliche Burg. Im italienischen heißt sie Castel Coira.
Heinrich I von Montfort war Fürstbischof von Chur und ließ die Burg im Jahre 1250 erbauen. Nicht einmal 50 Jahre danach ging sie über in den Rivalen des Fürstbistums, den Herren von Matsch.
Bis zum Ende der Linie Matsch blieb sie auch in deren Händen und gelangte erst 1504 in den Besitz der Grafen Trapp. Wenige Jahre später war Kaiser Maximilian I hier auf der Burg zu Besuch. In den Jahrhunderten wurde die Burg stark erweitert und befestigt und hatte so ihr Ursprungsbild komplett geändert. Die Familie Trapp ist auch heute noch Besitzer der Burg.
So illustre Gäste kommen wohl heute nicht mehr auf die Burg. Aber dafür zahlreiche Gäste, die sie sich ansehen wollen und vor allem den Rittersaal. (mehr …)

Gold star christmas ornamentWeihnachtszeit ist Familienzeit. Und so bin auch ich die Weihnachtstage mit meiner Familie zusammen gewesen und habe nichts besonderes getan. Doch am 27. habe ich mir einen Wunsch erfüllt, den ich seit Jahren hege: die Kastelruther Bergweihnacht besuchen.

Ich hoffe, Ihr habt alle ein paar wunderbare Weihnachtstage, mit Euren Familien, mit Euren Freunden gehabt. Ich habe am zweiten Weihnachtstag mit Freunden zusammen zu Mittag gegessen und dabei haben wir beschlossen: wir gehen uns den Kastelruther Weihnachtsmarkt ansehen.
Schon seit Jahren möchte ich dort hin, denn ich habe so viel schönes über den Markt gehört. Und so sind wir am letzten Tag dann auf die Seiser Alm gefahren und haben die wirklich schöne Atmosphäre hier genossen. (mehr …)

Heuhütte Heuschupfe Südtirol
Jetzt kurz vor Weihnachten wollte ich gerne mal eine Schlittenfahrt machen. Und zwar durch das Fischleintal. Doch leider hat uns der Schnee da nicht wohlwollend entgegengesehen und wir sind stattdessen dann eben einfach wandern gegangen. Ich zusammen mit Maria, meiner besten Freundin und so häufigen Weggefährtin.

Los ging es in Bad Moos. Hier haben wir unser Auto abgestellt. Wir halten Ausschau nach dem Schild in Richtung Talschlusshütte und überqueren den Fischleinbach. Es geht durch Lärchenwiesen, die genutzt und immer wieder ‚aufgestockt‘ werden.
An der Fischleinbodenhütte (warum sind das bloß so lange Namen?) sind wir schon auf fast eineinhalbtausend Meter Höhe und mitten in den Sextener Dolomiten. Wir genießen den Ausblick, gucken auf die Sextener Rotwand genauso wie den Einser, Zwölfer und Elfer. Alle mehr oder weniger um die 3.000 Meter hoch. (mehr …)

Campo Tures.jpgZusammen mit meiner Freundin Maria bin ich vor nicht allzu langer Zeit wieder einmal auf Entdeckungswandern gegangen. Dieses Mal sind wir auf den Spuren des Tauferer Naturlehrpfades entlang.

Maria rief mich schon recht früh morgens an, um mich zu fragen, ob ich mit ihr und ihrem Sohn Alex nicht ‚eine Runde wandern‘ wolle. Sie hatte da an den Tauferers Naturpfad gedacht, weil es dort für Alex interessant sei und sie mit mir etwas ganz dringend besprechen wolle.
Natürlich habe ich zugesagt, obwohl ich mich eigentlich mit meiner Winterbepflanzung endlich einmal beschäftigen wollte. Aber eine Freundin, die meinen Rat braucht, hat natürlich Vorrang vor winterlichen Blümchen.
Maria hat mich zusammen mit Alex abgeholt und wir sind nach Sand in Taufers gefahren. Hier haben wir das Auto am Naturparkhaus abgestellt und sind losmarschiert.
Zunächst sind wir zum Rathausplatz, von wo aus wir dann entgegengesetzt der Sonne nach Norden gegangen sind. Nach wenigen Schritten sind wir rechts über den Fluss und hier bis zur Burgpromenade. Nochmals rechts und wir sind auf dem richtigen Pfad. (mehr …)

Wanderung & das Bergwerk von Prettau

Fonderia PredoiBergwerke sind etwas ‚gruseliges‘, denn sie führen in die Tiefen unserer Mutter Erde, in die Dunkelheit, in die Einsamkeit. Doch Bergbauarbeiter sind ein wichtiger Teil für unseren heutigen Wohlstand. Ich bin auf den Spuren des Bergwerkes in Prettau gewandelt.

Der Bergbau ist einer unserer ältesten Formen, an Rohstoffe zu kommen. Der Marmor von Carrara war der älteste industrielle Bergbau in der Menschheit. Aber es hat ihn natürlich lange vorher schon gegeben. Eisenerz ist dabei mit Silber eines der meisten Metalle, die so abgebaut wurden. Kohle kam erst viel später.
Ich habe mich einmal auf die Spuren der Bergwerkknappen in Prettau im Ahrntal gemacht.
Los gegangen sind wir vom St. Ignaz-Stollen, dem Kupferbergwerk in Prettau, bereits in 1.500 Metern über dem Meer. Die Route sollte uns bis hinauf zum Rötkreuz in mehr als 2.000 Metern über dem Meer bringen. (mehr …)

Karer See SüdtirolNordic Walking ist eine sehr beliebte Sportart und vergleichbar mit Skifahren ohne Schnee und Wandern. Und so habe ich es im Spätsommer einmal mit einer Freundin rund um den schönen Karersee ausprobiert.

Maria, meine Freundin, mit der ich fast ausschließlich meine Unternehmungen in die Natur mache, hat ein neues Hobby entdeckt: Nordic Walking. Ich belächle sie schon seit etwas längerem deswegen, denn ich finde es sehr befremdend, wenn da so ein Trupp Menschen Stöcke schwingend durch die Wiesen läuft. Aber sie hat es ausprobiert und ist begeistert.
Und so ist es ganz klar, dass ich es auch einmal ausprobieren sollte. Jetzt im Spätsommer habe ich mich denn auch breit schlagen lassen, sie hat mir 2 Stöcke mitgebracht und wir sind rauf zum Karersee gefahren. Sie weiß, wie sehr ich ihn liebe und hier läuft man die Strecke in gut drei Stunden hin und zurück.
Am oberen Parkplatz von Obereggen haben wir geparkt und haben uns dann aufgemacht. (mehr …)

LaIlaLaVillaSternDie Sagenwelt der Ladiner ist umfangreich und oft wirklich schaurig. Eine der Legenden geht um einen prahlerischen Bauernjungen, der seine Lektion dank einem Oger lernte.

Ich habe mal wieder eine lange Wanderung unternommen in diesen Tagen. Es ging auf eine sechs-stündige und nicht ganz so einfache Wanderung nach Corvara. Ganze 16 km lagen vor uns, denn ich war wieder einmal mit Maria und ihrem Mann unterwegs. Ihr Sohnemann war an diesem Wochenende bei Freunden.
Das Auto haben wir in Corvara gelassen und sind entlang des Gader Baches in Richtung La Villa gestiefelt. Kurz vor der kleinen Ortschaft, bei Verda, haben wir dann die Hauptstraße überquert und sind dann nach Funtanacia gewandert. Durch Wiesen hindurch erreicht man nach einer gewissen Zeit Plaön. Kurz darauf kommen wir zur Sponata Hütte.
Hier geht der Weg wieder nach unten und wir gelangen zum Sompunt See nahe der Dörfer Paracia und Ciaminades. Als wir endlich bei der Pfarrkirche von Badia anlangen, machen wir eine Pause. Man muss ja nicht übertreiben und es soll ja auch Spaß bringen. (mehr …)

Schnalser_WaalwegIm Moment bin ich auf Waal-Trip. Ich finde die gerade im Herbst so toll, weil sie mit ihrem leichten Geplätscher zum Rauschen der Blätter eine perfekte Melodie spielen. Und weil sie einfach einmalig sind.
Dieses Mal bin ich am Tscharser Waal entlang gegangen. Er gehört zu den längsten – ganze 11(!) km – und zu den schönsten. Letzteres wollte ich selber mal überprüfen.
Dafür bin ich bis nach Kastelbell gefahren. Auf dem Dorfplatz Köfelgut bin ich dann gestartet. Ein langer Weg lag vor mir, aber kein Höhenunterschied und in gut 2,5 Stunden zu schaffen. Auf geht’s!
Der Weg ist sehr leicht zu begehen, absolut ideal für Anfänger und eventuell etwas größere Kinder, die nicht zu schnell ermüden und ihre Energie hier austoben können. Ich folge dem Wanderweg Nr. 3 durch wunderbare Kastanienhaine. Ja, und ich habe auch welche gesammelt, denn der Herbst ist ja nun nicht mehr zu verleugnen. Und Kastanien sind eine wunderbare Herbstdekoration zuhause.
Der Mischwald ist voller spannender Geräusche, das Licht auf den Hängen ist wunderbar. Ich genieße jeden Schritt und denke im Stillen, das werden doch mehr als 2,5 Stunden. (mehr …)