Südtirol Blog

Weil es hier so schön ist

Rienza before Toblach LakeEs gibt so viele aufregende Hobbys, die ich habe, Fischen gehörte bis dato jedoch nicht dazu. Allein schon, weil ich es immer so empfand, als würden die Männer in einem Stuhl sitzen und vor sich hinträumen und hoffen, es würde mal ein Fischlein anbeißen. Ich sollte eines besseren gelehrt werden!

Ich wohne in einer unglaublich seen- und flussreichen Landschaft. Gerade die Bergbäche sprudeln über vor Fischen, gesund und artenreich.
Dadurch, dass die Ufer nicht dicht bewachsen, sondern immer wieder mal sehr licht sind, kommt man auch wunderbar an die Gewässer und kann es sich hier bequem machen.
Zum Fischen bin ich durch einen Bekannten gekommen, der mir schon oft von seinen Fisch-Ausflügen erzählt hat und ich dann irgendwann mal gesagt habe, ich komme mit, muss jetzt einmal wissen, wie das so ist. (mehr …)

Während eines Ausflugs habe ich eine ganz neue Entdeckung über mich gemacht: ich habe Höhenangst. Und das auf einer Wanderung am Dürrenstein in Prags.

Letzten Frühherbst bin ich mit Freunden hoch zum Berggasthof Plätzwiese gefahren. Von hier aus wollten wir eine etwas anspruchsvollere Wanderung zum Dürrenstein machen. Dabei brauchten wir etwas mehr als ‚Schlender‘-Kondition, gutes Schuhwerk und Lust auf ‚mehr‘. Alles war vorhanden, ich freute mich.
Los ging es am Parkplatz Plätzwiese zunächst einmal bis zum Gasthof selber. Etwas weiter befindet sich das Hotel Hohe Gaisl und kurz vorher geht ein Weg nach links. Hier überqueren wir wunderbare Wiesen, weitläufig und einladend. Wir erreichen den Dolomiten-Höhenweg Nr. 3 und folgen diesem nordwärts. Die Landschaft hat sich verändert. Es ist steil, mit Felsen durchsetzt auf Grashängen. Es ist die Südwestseite des Dürrensteins. Es gibt zahlreiche Kehren, um diesen inzwischen doch recht anstrengenden Weg nach oben zu klettern. (mehr …)

Erzaufbereitung Maiern, FlotationsanlageEin erlebnisreicher und sehr informativer Tag in und um den Bergbau.

Eigentlich bin ich gar nicht so ein großer Fan von unter der Erde, über sie hinweg fliegen und solche Sachen. Bodenständig und auf dem Boden, nicht unter. Aber ich habe mich von Freunden überreden lassen, doch einmal einen Blick in eine ganz wichtige Berufssparte zu werfen: den Bergbau.
Dafür sind wir nach Ridnaun am Schneeberg gefahren. Es ist das am längsten fördernde Blei-, Zink- und Silberbergwerk nicht nur in Südtirol, sondern im gesamten Alpenraum. Man kann es besichtigen, es ist fast vollkommen erhalten und mehr als ein Abenteuer.
Bergbau gab es schon in der Steinzeit, die sogenannten Feuersteinlagerstätten. Doch wurde dieses nicht industriell betrieben, sondern dann, wenn man etwas brauchte, also Gelegenheitsbergbau sozusagen. (mehr …)

Frischer neuschneeMaria wollte mal wieder entspannt wandern und rief mich an. Wie wäre es mit Reinswald im Sarntal? Klar doch, bin immer dabei, egal wo, schön ist die Natur überall bei uns.

Eigentlich wollte ich noch eine Schneeschuhwanderung machen, doch Maria rief mich an und von Schneeschuhen wollte sie nichts wissen, aber wandern schon. OK, machen wir eben eine Schneewanderung draus, ohne entsprechende Schuhe, aber im Schnee.
Kurz darauf kam sie mich auch schon abholen und wir sind über Bozen ins Sarntal gefahren. Hier haben wir an der Talstation in Reinswald geparkt und haben uns Schal, Mütze und Handschuhe übergezogen und sind los gestapft. (mehr …)

Raus in die Natur – bei schlechtem Wetter irgendwie nicht der Hit. Und da erinnere ich mich gerne an Tage, wo das Wetter genau richtig war und ich neues entdeckt habe. So diesen letzten Sommer den Naturpark Trudner Horn.

Er ist wie viele Naturparks ein einmaliges Erlebnis. Die Natur verzaubert und bringt einem innere Ruhe, wie man sie sonst nirgends findet.
Den Naturpark Trudner Horn habe ich zufällig entdeckt. Als in beim Friseur saß und in einer Naturzeitschrift blätterte, wurde dieser Park vorgestellt. Und ich fasste sofort das Vorhaben, ihn mir selber anzusehen.
So bin ich einen wunderschönen Morgen in Richtung Fleimstaler Alpen. Der Naturpark wurde 1980 erst gründet und ist bekannt für seine enorme Artenvielfalt. Angefahren habe ich hier die Ortschaft Truden, wo sich das Naturparkhaus befindet. (mehr …)

langkofelDa ich zur Zeit nicht so viel zum Wandern komme, möchte ich euch von einer Wanderung erzählen, die ich im Frühjahr gemacht habe und die mich schwer begeistert hat. Ich bin entlang des Langkofels gegangen.

Die Wanderung ist nicht ohne: sie hat gut fünf Stunden gedauert, trotz dass sie nur 200 m Höhenunterschied hat, und wird als mittelschwer empfunden. Für mich inzwischen geübte Wanderin natürlich gut zu bewältigen. Wegen der Länge würde ich sie allerdings nicht unbedingt mit kleinen Kindern empfehlen.
Los ging meine Wanderung, die ich mal wieder mit meinem befreundeten Ehepaar Maria und Walter (und dieses Mal ohne ihren Sohn Alex) machte, in St. Christina. Hier haben wir den Sessellift zum bzw. nach Monte Pana genommen. Die Hochwiese, die wir hier überquert haben, war wunderbar und besonders im Frühjahr reizvoll. Wir haben einen weiteren Sessellift benutzt, um zum Mont de Seura zu kommen. Immerhin waren wir hier schon auf über 2.000 m Höhe. (mehr …)

Nun ist der Schnee doch noch gekommen, nachdem die meisten Angst hatten, er käme dieses Jahr gar nicht mehr. Und ich habe das gleich genutzt und habe eine Winterwanderung bei strahlendem Sonnenschein und richtiger Kälte von Tiers nach Völsegg gemacht.

Vielleicht ist Wanderung etwas zu hochtrabend gesagt, denn mehr als vier Kilometer sind es gar nicht. Aber im Schnee stapfen ist anstrengender als ohne und man kommt auch langsamer voran. Also sehe ich es als kleine Wanderung.
Losgegangen bin ich in Tiers am Brunnenplatz – als Orientierung, denn losgegangen bin ich in Wirklichkeit ja vom Parkplatz. Hier vom Dorfzentrum aus bin ich dann über die Forststraße in Richtung Völsegg. (mehr …)

Ritterrüstungen auf der Churburg

Festa medievale Sluderno 1Auf Wunsch des Sohnes meiner Freundin bin ich dieses Jahr mit den beiden auf die Churburg gefahren. Sie ist die größte in Südtirol und hat eine bedeutende Ritterrüstung-Sammlung. Das interessierte natürlich unseren jungen Geschichtsfreund.

Die Churburg liegt in Schluderns im Vinschgau und ist eine hochmittelalterliche Burg. Im italienischen heißt sie Castel Coira.
Heinrich I von Montfort war Fürstbischof von Chur und ließ die Burg im Jahre 1250 erbauen. Nicht einmal 50 Jahre danach ging sie über in den Rivalen des Fürstbistums, den Herren von Matsch.
Bis zum Ende der Linie Matsch blieb sie auch in deren Händen und gelangte erst 1504 in den Besitz der Grafen Trapp. Wenige Jahre später war Kaiser Maximilian I hier auf der Burg zu Besuch. In den Jahrhunderten wurde die Burg stark erweitert und befestigt und hatte so ihr Ursprungsbild komplett geändert. Die Familie Trapp ist auch heute noch Besitzer der Burg.
So illustre Gäste kommen wohl heute nicht mehr auf die Burg. Aber dafür zahlreiche Gäste, die sie sich ansehen wollen und vor allem den Rittersaal. (mehr …)

Gold star christmas ornamentWeihnachtszeit ist Familienzeit. Und so bin auch ich die Weihnachtstage mit meiner Familie zusammen gewesen und habe nichts besonderes getan. Doch am 27. habe ich mir einen Wunsch erfüllt, den ich seit Jahren hege: die Kastelruther Bergweihnacht besuchen.

Ich hoffe, Ihr habt alle ein paar wunderbare Weihnachtstage, mit Euren Familien, mit Euren Freunden gehabt. Ich habe am zweiten Weihnachtstag mit Freunden zusammen zu Mittag gegessen und dabei haben wir beschlossen: wir gehen uns den Kastelruther Weihnachtsmarkt ansehen.
Schon seit Jahren möchte ich dort hin, denn ich habe so viel schönes über den Markt gehört. Und so sind wir am letzten Tag dann auf die Seiser Alm gefahren und haben die wirklich schöne Atmosphäre hier genossen. (mehr …)

Heuhütte Heuschupfe Südtirol
Jetzt kurz vor Weihnachten wollte ich gerne mal eine Schlittenfahrt machen. Und zwar durch das Fischleintal. Doch leider hat uns der Schnee da nicht wohlwollend entgegengesehen und wir sind stattdessen dann eben einfach wandern gegangen. Ich zusammen mit Maria, meiner besten Freundin und so häufigen Weggefährtin.

Los ging es in Bad Moos. Hier haben wir unser Auto abgestellt. Wir halten Ausschau nach dem Schild in Richtung Talschlusshütte und überqueren den Fischleinbach. Es geht durch Lärchenwiesen, die genutzt und immer wieder ‚aufgestockt‘ werden.
An der Fischleinbodenhütte (warum sind das bloß so lange Namen?) sind wir schon auf fast eineinhalbtausend Meter Höhe und mitten in den Sextener Dolomiten. Wir genießen den Ausblick, gucken auf die Sextener Rotwand genauso wie den Einser, Zwölfer und Elfer. Alle mehr oder weniger um die 3.000 Meter hoch. (mehr …)